Flüchtlingsstrom an der Grenze ungebremst

Freilassing: "Helfende Hände" weiter im Einsatz

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Soldaten unterstützen Malteser und Caritas in Freilassing an der Verpflegungsstation.

Freilassing - Obwohl der Verkehr rund um Salzburg und Freilassing trotz Grenzkontrollen mittlerweile wieder fließt, hat sich an der Flüchtlingssituation nichts verändert.

Nach wie vor kommen in Salzburg und Freilassing täglich tausende Flüchtlinge an, die versorgt und registriert werden müssen. Durch den Einsatz von 18 Bussen sind gestern während des Tages rund 970 Personen in eine Erstaufnahmeeinrichtung im Bundesgebiet (u. a. Halle/Saale, Regensburg, Lichtenfels, Bayreuth, Donauwörth und Augsburg) weitergeleitet worden. In Salzburg sind gleichzeitig wieder rund 2200 Asylbewerber am Hauptbahnhof, in der Autobahnmeisterei und im Grenzbereich angekommen. In der Autobahnmeisterei werden sie mittlerweile durch ein von der Stadt Salzburg produziertes Video auf Farsi, Arabisch und Englisch über die Abfertigungsmodalitäten aufgeklärt. So soll ein reibungsloser Ablauf an der Grenze unterstützt werden.

Die Situation am 1.10.:
Flüchtlinge: In Salzburg staut sich's mehr und mehr

Die heimischen Hilfskräfte und die Bundespolizei werden seit einer Woche von den Gebirgsjägern der Brigade 23 aus Bad Reichenhall unterstützt. Im 24 Stunden Schichtdienst helfen 15 Soldaten beim Verpflegungsstand in der Notunterkunft in der Sägewerkstraße. Die Turnhalle der Knabenrealschule wurde dagegen wieder geräumt, da diese Kapazität derzeit nicht benötigt wird.

'Einsatz ist richtig!'

Obergefreiter Wieland Bautsch: „Ich finde es richtig, dass wir hier eingesetzt werden“, sagt der Soldat. Dass sie Atemschutzmasken tragen, erscheint im ersten Augenblick befremdlich. Die Flüchtlinge jedoch haben eine schwere und lange Reise hinter sich, bei der sie aufgrund von Mangel an Nahrung oder aber dichten Menschenmassen möglicherweise erkrankt sind. Oberleutnant Sebastian Weis ist vor allem beeindruckt davon, wie unermüdlich alle arbeiten – und das nach bereits so langem Einsatz.

Nach wie vor Unterstützung benötigt

Freiwillige können sich auch weiterhin am Infopunkt der Caritas in der Sägewerkstraße (roter VW-Bus, Tel. 0152/59 65 78 94) gerne melden. Aktuell und für das Wochenende werden noch dringend stilles Wasser 0,5 Liter, Bananen, Kindersäfte 0,2 Liter, Müslieriegel, Milchbrötchen und Mini-Croissants, Orangen, Mandarinen sowie Äpfel und Tempos benötigt. Kleiderspenden sind ausreichend vorhanden.

cz

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