Freilassinger Wirtschaft atmet auf

Unterstützung von Landkreis und Freistaat

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Freilassing - Nach einem Gespräch mit Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz-Josef Pschierer zeigt sich die Freilassinger Wirtschaft zuversichtlich. Doch die Hilfe aus Bayern kommt wohl erst nach dem Weihnachtsgeschäft.

Nach wie vor haben die Geschäftsleute in Salzburg zwischen 15 und 30 Prozent Umsatzeinbußen.

Hauptgrund: die Grenzkontrollen. Die österreichischen Nachbarn wollen an der Grenze nicht im Stau stehen. Außerdem haben viele ein falsches Bild der

Flüchtlingssituation in der Grenzstadt.

"Eigentlich merkt man die Flüchtlinge bei uns gar nicht", erklärt die Vorsitzende des Wirtschaftsforums Freilassing, Anni Klinger. Sie werden an der Grenze aufgenommen, in die Notunterbringung in die Sägewerkstraße gefahren und von dort wieder an den Bahnhof und in Deutschland verteilt. "Das Verfahren hat sich bewährt", betont auch die Bundespolizei immer wieder.

Werbemaßnahmen sollen helfen

Trotzdem kämpfen die Geschäftsleute nach wie vor um ihr Weihnachtsgeschäft. Mit verschiedenen Werbemaßnahmen auf österreichischer Seite wollen sie erreichen, dass die Nachbarn sich wieder über die Grenze trauen. Die Werbung läuft seit ca. einer Woche und die ersten Ergebnisse sind sichtbar. "Man merkt es schon, dass wieder mehr Leute zum Einkaufen kommen", zeigt sich Klinger erleichtert.

Erleichtert ist die Wifo-Vorsitzende auch darüber, dass die Kosten für die jüngsten Werbemaßnahmen der Landkreis trägt. Weitere Hilfe erhoffen sich die Freilassinger Wirtschaftstreibenden aus dem Wirtschaftsministerium. "Es war ein sehr konstruktives Gespräch mit Staatssekretär Pschierer", freut sich Anni Klinger. "Bis Ende des Jahres arbeiten wir einen Marketingplan aus, dann verhandeln wir mit dem Freistaat."

Zweispurige Grenzkontrollen gefordert

Denn in Freilassing geht man nicht davon aus, dass die Grenzkontrollen mit Ende Februar erledigt sein werden. "Aus meiner Sicht wird das jetzt ein paar Jahre so gehen", ist sich Klinger sicher. Ein runder Tisch zwischen den wirklichen Entscheidungsträgern aus Österreich und Deutschland könnte aber zumindest dafür sorgen, dass der größte Wunsch aller Betroffenen in der Region in Erfüllung geht: zweispurige Grenzkontrollen in Freilassing und am Walserberg. Doch wer entscheidet letztlich?

cz

Rubriklistenbild: © xe

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