Neues aus dem Stadtrat Freilassing

Breitbandausbau: Highspeed für Freilassing?

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Freilassing - Rund 4.000 Haushalte sollen im Jahr 2017 schnelleres Internet erhalten. Die Telekom beginnt derzeit mit den technischen Planungen für Freilassing. Auf der Stadtratssitzung wurden die neuesten Informationen vorgestellt:

Der Breitbandausbau für die Stadt Freilassing war eines der Themen, deren aktueller Stand auf der letzten Stadtratssitzung vorgestellt wurde. 

Derzeit beginnt die Telekom mit den Planungen der Standorte für den Umbau der Kabelverzweiger auf Multifunktionsgehäuse. Dadurch erhalten circa 4.000 Haushalte im Jahr 2017 eine Zugangsmöglichkeit auf einen schnellen Internet-Anschluss. Je nachdem wie weit der Kunde vom Verteilerkasen entfernt ist, erreicht die Übertragungsgeschwindigkeit mit Vectoring bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Damit können die Kunden nicht nur besonders schnell im Internet surfen, sondern auch Entertain, also TV nutzen.

Was bedeutet Vectoringtechnik?

Die Vectoringtechnik ist kein "shared medium", das heißt die Bandbreiten sind unabhängig von der Zahl der Internetnutzer. Das Down- und Uploadverhältnis bei der Vectoringtechnik liegt im Verhältnis 2,5/1. Vectoring gleicht elektromagnetische Störungen aus, die mit steigenden Frequenzen in den klassischen VDSL Kupferleitungen entstehen. Mit der neuen Technologie werden Reich- und Bandbreitenstörungen deutlich reduziert. 

So funktioniert´s: Das muss man wissen

  • Zunächst wird zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse das Kupferkabel durch ein Glasfaserkabel ersetzt, weil Glasfaser das schnellste Übertragungsmedium ist. 
  • Außerdem werden die grauen Verteilerkästen durch den Ausbau mit modernster Technik zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle umgewandelt. Hier werden zukünftig die Datenpakete vom Kupferkabel auf die Glasfaser übergeben. Diese Multifunktionsgehäuse werden über das gesamte Ausbaugebiet verteilt. Das Ziel: Die Entfernung zwischen dem Kunden und dem der Verteilerstelle soll so gering wie möglich sein. Je näher der Kunde am Multifunktionsgehäuse ist, desto höher ist auch die Geschwindigkeit des Internets.
  • Durch die Vectoring-Technik wird die Kupferleitung die vom Multifunktionsgehäuse zum Kunden wird schneller. Die neue Technik beseitigt elektromagnetische Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten können. Dadurch ergibt sich mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen.

Die Glasfaserkabel werden im Stadtgebiet neu verlegt und insgesamt 14 Verteilerkästen in Multifunktionsgehäuse aufgerüstet. Ein Großteil der Trassen ist bereits mit Leerrohren vorhanden, in welche die Glasfaserkabel eingezogen werden können. Ziel der Telekom ist es, das schnellere Internet bis Ende Herbst 2017 in den Gebieten anbieten zu können.

Detaillierte Infos für die Bürger

"Durch diese Aufrüstung haben die Kunden im Nahbereich der Verteiler die Chance auf 100Mbit und wer ein wenig weiter weg ist, kann auf jeden Fall noch mit 80 Mbit rechnen", so der Fraktionssprecher der Grünen, Wolfgang Hartmann. Und ergänzt: "Wir haben derzeit ja Unternehmen, die sich per Ferndaten in Surheim einloggen, die werden sich freuen. Allerdings kostet diese Aufrüstung die Telekom in Freilassing auch rund eine Million Euro."

Florian Löw, der Fraktionssprecher der Freien Wähler erbittet zum Ende der Vorstellung noch eine aufbereitete Übersicht für die Bevölkerung um einen besseren Überblick zu haben, welche Gebiete mit dem schnelleren Internet rechnen dürfen.

Welche Strassenzüge und Gebiete Freilassings Bürger und Unternehmen im kommenden Jahr mit dem schnellen Internet ausgestattet werden, lesen Sie in den kommenden Tagen auf BGLand24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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