Neues aus Salzburg

"Wir wollen eine gerechte Verteilung!"

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Freilassing - Schon seit über 40 Jahren schwelt der Streit zwischen dem Salzburger Flughafen und den Anwohnern der anliegenden Gemeinden. Jetzt geht der Eklat in die nächste Runde:

Die Diskussion um den Flughafen Salzburg findet einfach kein Ende. Dabei, so der Freilassinger Bürgermeister Josef Flatscher: "geht es nicht um den Flughafen Salzburg an sich sondern lediglich um die Aufteilung der Starts und Landungen

Ganz klar auf den Punkt gebracht: Wir wollen eine gerechtere Verteilung". Und weiter: "So geht man mit seinen Nachbarn einfach nicht um! 

Da heißt es, dass die Bedingungen zu schwierig seien, mehr Anflüge von Süden aus zu absolvieren, aber kaum ist ein höheres Flugaufkommen an urlaubsstarken Wochenenden wie zum Beispiel über Weihnachten, ist das auf einmal bei Wind und Wetter möglich."

Positionspapier verschickt

Um dieser Forderung erneut Druck zu verleihen, ist in dieser Woche ein Positionspapier verschickt worden. Das Schreiben fordert die Aufstellung verbindlicher Regeln hinsichtlich der Flugverteilung.

 Empfänger des Papiers ist neben dem Bundeskanzleramt und der Bayerischen Staatsregierung auch das Bundeskanzleramt der Republik Österreich, das Land sowie die Stadt Salzburg sowie der Flughafen Salzburg.

Verbindliche Regeln

"Wir reden hier von technischen Möglichkeiten, die man politisch durchsetzen muss!", so Flatscher. Die Regeln fordern zum Beispiel:

  • den Verzicht auf opposite runway
  • einen Mindestabstand von Siedlungsgebieten durch frühere Abdrehpunkte
  • die Streichung der Nord-West-Abflugroute
  • Start-Überflughöhe von mindestens 750 Metern
  • Einschränkung der Betriebszeiten von Starts / Landungen von und nach Norden zwischen 21 und 8 Uhr an Wochentagen bzw. von 10 bis 18 Uhr an Sonn- und Feiertagen
  • Einhaltung des Nachtflugverbotes
  • Deckelung der Starts / Landungen pro Tag
  • Implementierung satellitengestützter An- und Abflugverfahren
  • Optimierung bestehender Flugrouten

Die Verhandlungsführung erfolgt auf Basis diverser Fakten wie zum Beispiel Flugbewegungen, Belastungen von Starts und Landungen, der Maximalpegel in Anzahl und Ausprägung.

Wichtiges Feedback vom Bürgermeister

Bürgermeister Flatscher präsentierte das Positionspapier im Rahmen eines Pressegespräches vor und betonte ausdrücklich: "Der Flughafen an sich ist auch für uns wichtig. Aber nur bei gerechter Verteilung!"

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