Hunderte Beamte in Freilassing im Einsatz

Demonstration: Polizei nimmt mehrere Teilnehmer fest!

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Am Ende der Demonstrationen musste die Polizei doch noch einige gewaltbereite Demonstranten festnehmen.

Freilassing - Die Polizei hat am Samstag die zwei Demonstrationen in Freilassing begleitet; auf der einen Seite das breite Bündnis 'Freilassing setzt Zeichen', auf der anderen Seite die identitäre Bewegung 'Wir sind Grenze'. Das Fazit:

Etwa zehn linksgerichtete Personen mussten kurzzeitig festgenommen werden. Drei Männer aus dem rechten Lager wurden identifiziert, die bei einer Demo im Dezember den „Hitler-Gruß“ gezeigt hatten.

Einige Hundertschaften Polizei im Einsatz

Unter Leitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kamen Beamte der eigenen Einsatzhundertschaft, von umliegenden Dienststellen und Beamte der Bereitschaftspolizei zum Einsatz. Die Bundespolizei unterstützte bei der Einsatzbewältigung und sorgte insbesondere im Bahnhofsbereich für die Sicherheit. Auf österreichischer Seite übernahmen die Sicherungsmaßnahmen Beamte der Landespolizeidirektion Salzburg. In enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und mit dem Landratsamt Berchtesgadener Land war zuvor ein Sicherheitskonzept erarbeitet worden.

Einheimische demonstrieren gegen rechtes Gedankengut

Rund 700 Demonstranten auf beiden Seiten

Ca. 400 Teilnehmer nahmen in der Zeit von 13 bis etwa 15.45 Uhr an einer die derzeitige Einwanderungspolitik kritisch betrachtenden Demonstration teil. Etwa 300 Personen hatten sich in der Zeit zwischen 11.30 und 13.30 Uhr in Freilassing versammelt, um eine gegensätzliche Meinung zu vertreten.

Gegen 14 Uhr setzte sich der flüchtlingskritische Aufzug durch die Stadt in Bewegung. Dabei kam es zu mehreren Versuchen linksgerichteter Gruppierungen die Demonstranten vom Weg abzubringen oder sie zu blockieren. Mehrfach mussten Polizeibeamte einschreiten und Kleingruppen von der Demonstration fernhalten und abdrängen. Wegen Beleidigungen von Polizeibeamten mussten Festnahmen getätigt werden, ebenso wegen sogenannter „Passivbewaffnung“, also im weitesten Sinne dem Tragen von Schutzausrüstung während einer Versammlung. Auch wurden zwei Messer bei einem Versammlungsteilnehmer sichergestellt.

Identitäre Demonstration an der Freilassinger Grenze

Entsprechend den Planungen und ohne Verzögerungen erreichte der Aufzug schließlich österreichisches Hoheitsgebiet und wurde den dortigen Beamten zur weiteren Betreuung der dortigen Schlusskundgebung übergeben.

Tumulte bei Abreise

Einschreiten mussten Bundes- und Landespolizisten schließlich noch im Bahnhofsbereich Freilassing bei der Abreise verschiedener Versammlungsteilnehmer. Letztmalig versuchten dort linksgerichtete Personen die Abreise von Versammlungsteilnehmern zu erschweren oder zu verhindern und sprachen Beleidigungen und Bedrohungen aus.

Auseinandersetzungen am Freilassinger Bahnhof

Drei Festnahmen zur Identitätsfeststellung von Personen des rechten Spektrums gelangen der Polizei während der Versammlung. Die Männer hatten bei einer ähnlichen Kundgebung im vergangenen Dezember den „Hitler Gruß“ gezeigt und waren zunächst nicht ermittelt worden. Bei der am Samstag stattfindenden Demonstration achteten Ermittler speziell auf das Erscheinen dieser Verdächtigen und wurden schließlich fündig. Gegen sie wird ein Ermittlungsverfahren wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Pressemitteilung Polizeidirektion Oberbayern Süd

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