Feierliche Einweihung in Freilassing

Neu in Freilassing: Der Hermann Ober Platz

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Freilassing - Monatelang wurde diskutiert. Ein regelrechter Namensstreit entfachte im Stadtrat, wem den nun der kleine Platz gewidmet werden soll. Damit ist es nun vorbei, der Platz hat seinen Namensgeber:

Viele Monate dauerte die Diskussion in der Gemeinde, wie er denn nun heißen möge. Die Rede ist von dem kleinen Platz vor dem alten Feuerwehrhaus an der Lindenstraße

Jetzt ist die Diskussion beendet und Freilassing hat einen neuen Platz. Oder vielmehr einen neuen Namensgeber für einen alten Platz. 

Bildergalerie: Neu in Freilassing: Der Hermann Ober Platz

Den Hermann Ober Platz, im Gedenken an den Künstler, der 1997 verstarb und der " weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt war und ist", wie es von Fraktionssprecher Wolfgang Hartmann heißt. 

Freilassings 1. Bürgermeister weihte gemeinsam mit den beiden Töchtern des verstorbenen Künstlers, Petra und Susi sowie der Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und den beiden Freilassinger Geistlichen Pfarrer Lucjan Banko und Pfarrer Ewald Seißler, den Platz feierlich ein.

Hermann Ober

Hermann Ober wurde 1920 in Freilassing geboren. Bereits im Jahre 1937 fand eine erste Ausstellung seiner Bilder statt. Zwei Jahre später wurde er zum Wehrdienst zu den Gebirgsjägern in Oberammergau einberufen. In dieser Zeit entstanden viele Landschafts-Skizzen und Aquarelle an den unterschiedlichsten Kriegsschauplätzen.

Schwerer Schicksalsschlag

1942 wurde er durch eine Granate schwer verwundet und ihm musste ein Bein abgenommen werden. Während seiner Genesung entstanden viele Zeichnungen und Gemälde. 1944 begann Hermann Ober ein Studium an der Akademie für angewandte Kunst und Akademie der Bildenden Künste bei Josef Hillerbrand in München.

Die abstrakte Malerei

Immer mehr wandte er sich von der natürlichen Malerei hin zur abstrakten Malerei. 1951 gehörte Ober zu den Gründungsmitgliedern der „Salzburger Gruppe“. und begann schließlich ein weiteres Studium als Meisterschüler von Franz Nagel an der Akademie der Bildenden Künste. Er erreichte den Studienabschluss mit dem Titel „Akademischer Maler“ und lebte und arbeitete fortan in Freilassing, München und Salzburg. 

Zu den weiteren wichtigen Meilensteinen seines Leben gehört seine künstlerische Auseinandersetzung mit der Bergwelt, die Gründung der Gruppe 73 in Salzburg und die Initiierung der Rauriser Malertage 1975. In seinen letzten Lebensjahren unterrichtete Ober im Künstlerhaus Salzburg. Er verstarb 1997 im Alter von 77 Jahren

Werke von Ober sind in vielen Museen vertreten u.a. Galerie Kunst der Gegenwart Wien, Landesmuseum Münster, Museum Kamakura Japan, Grafische Sammlung München, Folkwang Museum Essen, Kunsthalle Hamburg, Cincinnati Museum, Japan Print Association Tokio, Museum Salzburg, u.v.a.

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