15.000 Volt: Arbeiter weiter nicht ansprechbar

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Freilassing - Die Polizei hält sich weiterhin bedeckt: Wie konnte es zu dem schweren Arbeitsunfall im Bahnhof kommen? Der verletzte Arbeiter ist immer noch nicht vernehmungsfähig.

Um die 15.000 Volt wirkten auf den Arbeiter, der sich am Sonntagnachmittag in Freilassing bei Bauarbeiten im Bahnhof schwerste Verletzungen zugezogen hat. Die Richtseile der Oberleitungen sollten erneuert werden. Ein 43-jähriger Arbeiter ging offenbar davon aus, dass die Leitungen nicht stromführend waren - als er sich mit einer Leiter näherte, kam es zum Spannungsüberschlag. Schwerstverletzt wurde er ins Klinikum Salzburg gebracht.

Schwerer Arbeitsunfall am Freilassinger Bahnhof

Arbeiter in einem "wirklich sehr schlechten Zustand"

Am Montag gab die ermittelnde Bundespolizei bekannt, dass auch eine fahrlässige Körperverletzung nicht ausgeschlossen werden kann. Bei den Ermittlungen will man jedoch in erster Linie auf die Aussagen des Betroffenen setzen - was auch zwei Tage nach dem Unfall unmöglich war: "Der Arbeiter ist nach wie vor in einem wirklich sehr schlechten Zustand", so Rainer Scharf von der Bundespolizei im Gespräch mit BGLand24.de, "wir konnten ihn noch immer nicht vernehmen." Scharf konnte außerdem nicht sagen, ob sich der 43-Jährige inzwischen zumindest außer Lebensgefahr befindet.

Ursache? "Alles ist möglich"

"Der Fall wird von uns in Ruhe aufgearbeitet", so Rainer Scharf. Die Unfallursache bleibt also auch weiterhin im Dunkeln: "Es könnte sein, dass vergessen wurde, den Strom bei der Oberleitung abzustellen. Es wäre auch möglich, dass ihm ein Vorgesetzter eine falsche Anweisung gab - alles ist möglich. Ich will niemanden beschuldigen." Die Ermittlungen laufen auch deshalb zäh, weil es nach Angaben der Bundespolizei keine Augenzeugen für den Unfall gibt - nur für den Knall und den Sturz von der Leiter. "Auch von Bahnreisenden oder Wartenden am Gleis hat es niemand gesehen", so Scharf.

xe

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