Freilassing - Salzburg:

Züge an der Grenze: Notwendiger Umstieg nicht optimal

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Freilassing - Der Zugverkehr zwischen Freilassing und Salzburg ist planmäßig angelaufen. Ganz optimal lief es aber dank des notwendigen Umstiegs in Freilassing nicht ab:

Update 18.10 Uhr:

Ab Freitag, den 9. Oktober, verstärken der MERIDIAN und die ÖBB den Takt Richtung Salzburg. So fährt der MERIDIAN weitgehend einen Stundentakt und die ÖBB zusätzlich ein Zwischenangebot. In der Gegenrichtung, von Salzburg kommend, bieten Beide gemeinsam morgens einen Stundentakt an, der anschließend in einen Zweistundentakt übergeht.

Das derzeit noch eingeschränkte Angebot Richtung Deutschland ist Voraussetzung dafür, dass die Passkontrollen in Freilassing geordnet ablaufen können.

„Heute hat sich gezeigt, dass für Fahrgäste nach Salzburg der teilweise notwendige Umstieg in Freilassing auf die ÖBB nicht optimal war. Deshalb werden wir ab morgen fast alle MERIDIAN-Züge bis Salzburg fahren lassen, müssen dann aber eben mit manchen Züge wieder leer zurück“, erklärt Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH.

„Aus Salzburg kommend konnten wir heute pro Verbindung wieder circa 30 bis 50 Fahrgäste begrüßen, was uns sehr freut. Das Konzept hat gut funktioniert und die Zusammenarbeit mit der ÖBB sowie der Bundespolizei klappt hervorragend. Deshalb möchte ich an dieser Stelle schon mal allen Beteiligten einen großen Dank aussprechen.“

Seit heute Morgen gibt es im grenzüberschreitenden Bahnverkehr Einstiegskontrollen in Salzburg und eine weitere Passkontrolle in Freilassing. Nur Reisende mit gültigen Einreisedokumenten dürfen den MERIDIAN in Salzburg betreten. In Freilassing prüft die Bundespolizei die Reisenden des MERIDIAN im Zug und die der ÖBB beim Ausstieg. Diese Einschränkungen bleiben weiterhin bestehen. Zeitweise kann es jedoch, auch aufgrund von Baustellen auf der Strecke nach München, zu Verzögerungen kommen.

Den heute noch einmal aktualisierten Fahrplan erhalten Fahrgäste im Internet unter www.der-meridian.de und beim MERIDIAN-Kundentelefon unter der 24h-Service Nummer 08024 997171.

Reisende beachten bitte auch, dass sie in Salzburg nur mit gültigen Einreisedokumenten zusteigen dürfen.

Update 10.15 Uhr:

Seit heute Morgen verkehrt der MERIDIAN wieder von Salzburg nach München. Der erste MERIDIAN-Zug ab Salzburg um 8:03 Uhr fuhr mit rund 30 Fahrgästen pünktlich aus Salzburg ab. Die Einstiegskontrollen durch das Zugpersonal vor dem Zustieg verliefen zügig. In Freilassing hatte der Zug circa zehn Minuten Aufenthalt für eine Sichtkontrolle durch die Bundespolizei.

„Die betriebliche Organisation hat bestens funktioniert“, freut sich Fabian Amini, Technischer Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH. „Wir hoffen nun, dass auch im weiteren Verlauf des Tages alles planmäßig läuft. Die Zusammenarbeit mit der ÖBB und der Bundespolizei läuft sehr gut. Wir werden gemeinsam die Situation intensiv beobachten und das Konzept entsprechend weiter anpassen.“

Ab heute fahren entweder der MERIDIAN oder die ÖBB von Salzburg nach Deutschland. Morgens und nachmittags zur Berufspendlerzeit gibt es dadurch ein stündliches Angebot. In der übrigen Zeit verkehrt der MERIDIAN alle zwei Stunden von Salzburg nach München. In Richtung Salzburg wird ein Stundentakt von ÖBB und MERIDIAN geboten. Reisende beachten bitte, dass sie nur mit gültigen Einreisedokumenten zusteigen dürfen.

Vorbericht:

Freilassing fordert Hilfe

"Wir als Grenzstadt können die Aufnahme von so vielen Flüchtlingen nicht mehr schaffen", ist der Tenor der Sendung BürgerForum live Extra, die am Mittwochabend aus Freilassing ausgestrahlt wurde. "Die Ehrenamtlichen sind am Ende ihrer Kräfte", betonte auch Sozialarbeiter Michael Schweiger. Er forderte klar, Hauptamtliche Unterstützung für Freilassing.Helfende Hände gesucht

Ein Aufruf Schweigers bei Facebook untermauert diese Forderung: "Nach wie vor braucht es helfende Hände für den Bahnhof und für die Sägewerkstrasse in Freilassing. Um das Schichtsystem der humanitären Hilfen nicht zusammen brechen zu lassen werden noch Helfer gesucht. Täglich von 9 bis 13 Uhr und von 13 bis 17 Uhr. Viele Freilassinger/innen und Nachbar/inne/n haben sich schon eingetragen. Bisher ist noch kein Tellerrand durch die große Politik erkennbar, d.h. es braucht weiterhin ehrenamtliche Helfer/innen die die Bürgerinitiative "Freilassing hilft" und die Caritas BGL unterstützen. Anmeldung ist täglich möglich in der Zeit von 9 Uhr bis 17 Uhr unter der Caritas Info Point Nummer: 0152 59657894."

Am Bahnhof werden außerdem noch Sachspenden wie Bananen, stilles Wasser (0,5l), kleine Säfte (0,2l), Tomaten, Milchbröchten & Mini-Croissants, sowie kleine Packungen Cracker (salziger Snack) und Schokoriegel benötigt.

Hilfsbereitschaft ungebrochen

Bürgermeister Josef Flatscher fordert Hilfe für Freilassing

"Die Hilfsbereitschaft in Freilassing ist weiter ungebrochen", zeigte sich Bürgermeister Josef Flatscher stolz. Doch auch er fordert Unterstützung für die Grenzstadt, dass "endlich wieder ein Stück Normalität" einkehren könnte. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde am Mittwoch und Donnerstag mit derteilweisen Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Freilassing und Salzburg getan. Auch wenn die Aussagen der Kontrollen in den Zügen auseinandertriften.

Während die Bundespolizei die österreichische Polizei als Hausherr am Salzburger Bahnhof in die Pflicht nimmt. Kündigte diese nur punktuelle Kontrollen an. Grundsätzlich sei das Zugpersonal dafür verantwortlich.

Für Pendler und Schüler spielt das keine Rolle. Die Züge fahren, das ist die Hauptsache.

cz/ Pressemitteilung Meridian

Rubriklistenbild: © Aerzbäck

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