Bundespolizei macht keine näheren Angaben

Wann kommt es zur Schließung der Grenze?

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Freilassing - Nach Informationen der "Welt" gibt es den Notfallplan der Bundespolizei bereits, sollte die Zahl der Flüchtlinge hoch bleiben. Er sieht demnach vor, wie Asylsuchende an der Grenze zurückgewiesen werden könnten.

Angesichts der hohen Flüchtlingszahl hat die Bundespolizei einem Bericht zufolge konkrete Pläne zur Schließung der deutschen Grenze ausgearbeitet. Der Plan ziele auf das Abweisen von Flüchtlingen an der der österreichischen Grenze ab, wo dann nur noch kleinen Kontingenten die Einreise nach Deutschland gewährt würde, berichtete die "Welt" (Dienstagsausgabe). Das Blatt berief sich auf Bundestagspolitiker von Union und SPD, denen Bundespolizei-Präsident Dieter Romann die Pläne bereits vorgestellt habe.

Die Sicherung der Grenze solle mit Hilfe von drei Einsatzlinien sichergestellt werden, habe Romann demnach gegenüber den Koalitionsfraktionen dargelegt. Zunächst würden im Falle einer Grenzsicherung die mehr als 60 großen Grenzübergänge sowie die Brücken über Salzach und Inn gesperrt werden.

Dort könnten den Schilderungen zufolge im Notfall auch Wasserwerfer zum Einsatz kommen, heißt es nach Informationen der "Welt" in den Plänen. Im Hinterland würden Polizisten vor allem damit beschäftigt sein, Menschen aufzugreifen, die an den Kontrollen vorbei über die grüne Grenze in die Bundesrepublik kommen. In einer dritten Linie könnten Flüchtlinge aus bayerischen Aufnahmezentren mit Hubschraubern direkt zurück an die Grenze gebracht werden.

Wann tritt Notfall-Plan in Kraft?

Die Bundespolizei habe aber betont, dass solche Maßnahmen nicht von Dauer sein könnten, berichtet das Blatt weiter. Selbst mit der Unterstützung von Bereitschaftspolizeien könnte ein solches robustes Vorgehen nur für drei bis sieben Tage umgesetzt werden.

Bleibt die Frage, wann tritt der Notfall-Plan in Kraft? Immerhin betonen die Einsatzkräfte vor Ort immer wieder, dass sie die Lage gut im Griff hätten und die Aufnahme der Flüchtlinge problemlos funktioniere.

Gleichzeitig erklärt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel immer wieder: "Wir schaffen das!"

Eine Frage, auf die es erst einmal keine Antwort gibt.

"Zu eventuellen, künftigen polizeilichen Einsatzmaßnahmen können wir keine Angaben machen, da andernfalls der eventuelle Einsatz an sich gefährdet wäre",

erklärte Bundespolizei-Sprecher Frank Borchert auf Nachfrage von BGLand24.

Demnach wird sich vorerst an der Grenze zwischen Freilassing und Salzburg nichts ändern.

cz

Rubriklistenbild: © dpa - picture alliance/Symbolbild

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