Bereitschaftsleiter informiert über den notwendigen Garagenbau

Junge Union besuchte BRK-Bereitschaft Freilassing

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Die Delegation der JU Berchtesgadener Land besucht die Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes in Freilassing.

Freilassing - Die Junge Union hat das Bayerische rote Kreuz in Freilassing besucht. Neben der Flüchtlingskrise wurde die junge Union auch über den notwendigen Garagenbau informiert.

Im Jahr 2015 reisten mehrere Tausend Flüchtlinge nach Deutschland auch über den Freilassinger Grenzübergang ein. Fest eingebunden bei der Versorgung der Flüchtlinge ist auch die Bereitschaft des bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Freilassing. Ein guter Grund für die Junge Union (JU) Berchtegadner Land sich über deren Arbeit zu informieren.

Bereitschaftsleiter Stefan Fuchs ist seit über 15 Jahren beim Roten Kreuz aktiv. Er und vier weitere Aktive gaben den JU-Mitgliedern zunächst einen Einblick in die Freilassinger Rot-Kreuz-Arbeit. Derzeit engagieren sich über 70 Leute in der Bereitschaft vor Ort, 30 davon fahren bei Einsätzen mit. Damit sind sie die größte BRK-Bereitschaft im nördlichen Landkreis. Die Freilassinger verfügen über drei eigene Fahrzeuge: einen Mannschaftswagen (MTW), einen Rettungstransportwagen (RTW) und als ganz besonderes Juwel, über einen Katastrophenschutzwagen (GW SAN 25), der bei Großeinsätzen ausrückt. 

Leider gibt es derzeit noch keinen Unterstellplatz für dieses Fahrzeug. „Wir sind seit über einen Jahr in Gesprächen mit den zuständigen Behörden und versuchen, eine Baugenehmigung für eine Garage zu bekommen, doch das gestaltet sich mehr als schwierig“, so Bereitschaftsleiter Stefan Fuchs und weiter: „Derzeit müssen wir, aufgrund der niedrigen Temperaturen viele medizinische Gerätschaften, die in den Wagen gehören, in der Garage lagern, da die empfindlichen Instrumente gefrieren würden und somit nicht mehr nutzbar wären. 

Im Einsatzfall müsste das Fahrzeug erst bestückt werden!“ Er hofft, dass noch in diesem Jahr mit einem Garagenbau begonnen werden kann. Ein weiteres großes Problem sieht die Bereitschaft darin, dass noch viele eigene Geräte wie Kabeltrommeln, spezielle Außenleuchten aber auch Notfallequipment und ähnliches in der Flüchtlingsunterkunft in der Sägewerkstraße in Benutzung sind. Ersatzbeschaffungen und die Finanzen wurden bereits zwar genehmigt, aber Lieferschwierigkeiten und der bürokratische Weg tun ihr Übriges. „Wenn wir zum nächsten Großeinsatz gerufen werden, dann stehen wir vor einem Problem“, so Fuchs, der dann mit dem BRK auf die Geräte anderer Hilfsorganisationen angewiesen ist. 

Der Flüchtlingseinsatz Mitte September 2015 hat auch andere schon lang bekannte Probleme nochmal verschärft. So erklärte Fuchs den Jungpolitikern, wie schwierig es sei, Verdienstausfälle durch Einsätze mit dem BRK erstattet zu bekommen. „Im Gegensatz zu den Freiwilligen Feuerwehren, welche jede Minute erstattet bekommen, werden bei uns nur reine Blaulicht- und Sanitätseinsätze gezahlt. Bei allen anderen Einsätzen, wie z. B. Betreuungsdiensten, sind unsere Rot-Kreuz-Helfer auf die Kulanz des Arbeitgebers angewiesen. Eine Gleichbehandlung des Ehrenamts von öffentlicher Seite ist hier nicht gegeben.“ 

Die Junge Union kann den Unmut der Bereitschaftler darüber gut nachvollziehen und wird daher einen entsprechen Antrag auf Helfergleichstellung bei der nächsten JU-Landesversammlung stellen. Auch die Begleitung von „Flüchtlingszügen“ nach Berlin oder Köln war Thema bei dem Treffen mit der JU. Die Helfer der BRK Bereitschaft Stadt Freilassing fuhren zum Beispiel mit einem Sonderzug mit, der mehrere Flüchtlinge nach Berlin brachte und waren während der Fahrt für die medizinische Versorgung zuständig. Die Fahrt sei sehr eindrücklich gewesen, schildert Fuchs. Zum Abschluss bedankte sich der JU-Kreisvorsitzende Maximilian Lederer beim Bereitschaftsleiter und seiner Mannschaft für die tolle Führung und überreicht ihm bei der gemeinsamen Brotzeit ein kleines Geschenk.

Pressemitteilung Kreisverband Berchtesgadener Land

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