Fluglärm: "Wir sind auf einem guten Weg"

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Freilassing - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer drängt auf praktikable Lösungen im Fluglärmstreit zwischen Deutschland und Österreich.

Ziel ist es, die Lärmbelastung der Anwohner auf bayerischer Seite bei An- und Abflügen des Flughafens Salzburg zu reduzieren. Seit Monaten laufen hierzu konkrete Expertengespräche, initiiert durch das Bundesverkehrsministerium. Auch Peter Ramsauer hat selbst mehrmals mit seiner österreichischen Amtskollegin Doris Bures über dieses Problem verhandelt, zuletzt im Mai in Wien.

Ramsauer hat nun die Bürgermeister der bayerischen Anrainer-Gemeinden und den Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Rupertiwinkel über konkrete Fortschritte zur Lösung der Lärmproblematik informiert, und den bis zur Sommerpause angekündigten Zwischenbericht vorgelegt. "So intensiv ist noch nie über die Lärmproblematik durch den Flughafen Salzburg verhandelt worden. Ich werde mich weiter mit Nachdruck für eine Entlastung der Anwohner auf deutscher Seite einsetzen und das Thema entschlossen anpacken. Wir sind auf einem guten Weg", so der Bundesverkehrsminister.

Der Zwischenbericht wurde von Experten der Verkehrsministerien beider Länder sowie Vertretern der Flugsicherungsorganisationen erarbeitet. Er kommt zu folgenden Ergebnissen: Bereits im Jahr 2008 wurden vom österreichischen Verkehrsministerium (BMVIT) besonders laute Flugzeuge vom Betrieb auf dem Flughafen Salzburg ausgeschlossen. Das BMVIT wirbt zudem bei den Luftverkehrsunternehmen für ein neues An- und Abflugverfahren zur Entlastung der deutschen Gemeinden. Beide Länder sind sich der Einschränkungen für die Flugsicherung durch die topografische Lage des Flughafens bewusst. Es sollen aber alle technischen Möglichkeiten genutzt werden, um Beeinträchtigungen der deutschen Seite abzumildern.

Die Flugsicherungsorganisationen haben konkrete lärmmindernde Maßnahmen im Rahmen der An- und Abflugverfahren erarbeitet. Die Zahl der An- und Abflüge über österreichisches Hoheitsgebiet konnten weiter gesteigert werden. Dadurch ist die Lärmbelastung in den bayerischen Anrainer-Gemeinden bereits zurückgegangen. Weitere Maßnahmen zur Optimierung der An- und Abflüge nach Instrumentenflugregeln sind geplant, zum Beispiel der Aufbau von Navigationssystemen durch die österreichische Flugsicherung Austro Control.

Ein nächstes Expertengespräch wird Anfang November 2010 in Berlin stattfinden.

Pressemitteilung Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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