Baurecht in Anger geschaffen:

Einheimische dürfen sich bewerben

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Anger - Der Gemeinderat Anger hat gestern beschlossen, sieben Grundstücke an Einheimische zu verkaufen. Die Bewerbungskriterien stehen fest. Dagegen ist noch nicht klar, wer das geplante Flüchtlingsheim in Anger baut.

Der Angerer Gemeinderat entschied sich im Zusammenhang mit dem 'Bebauungsplan Unteranger' vorerst sieben von elf möglichen Grundstücken für Einheimische auszuschreiben. Die Bewerbungsfrist läuft bis 19. Februar 2016. Bewerben können sich Ehepaare, eingetragene Lebenspartnerschaften und volljährige Ledige, die mindestens seit fünf Jahren ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde Anger haben. Bewerber, die zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde Anger gemeldet sind, aber früher mindestens fünf Jahre – auch mit Unterbrechungen – gemeldet waren und ihren Hauptwohnsitz nicht länger als zehn Jahre aufgegeben haben.

Ein weiteres Kriterium ist das Einkommen: Bewerber, bei denen die Summe der zu versteuernden Einkommen aller Haushaltsangehörigen zusammengerechnet 70.000,00 € zuzüglich 7.000,00 € pro Kind übersteigt, werden von der Vergabe ausgeschlossen. Bei Alleinstehenden beträgt der Höchstbetrag 35.000,00 € (zuzüglich 7.000,00 € je Kind). Auch das Vermögen spielt eine Rolle: Das Gesamtvermögen (= Immobilieneigentum/Erbpacht/dingliches Wohnrecht und sonstiges Vermögen) des Bewerbers und des Ehepartners/Lebenspartners, sowie der im Haushalt lebenden Kinder darf in den vergangenen drei Jahren vor der Antragstellung insgesamt 200.000,00 € nicht überschreiten (Vermögensobergrenze). Die genauen Kriterien sind auf der Homepage der Gemeinde zu finden.

Sollten die Bewerbungen zeigen, dass mehr als sieben Baugrundstücke benötigt werden, kann der Gemeinderat weitere Parzellen zum Kauf freigeben.

Holzhauser Straße wird saniert

In Sachen Holzhauser Straße werden einige Anwohner wohl erheblich belastet werden. Die Gemeinderäte beschlossen am Donnerstag einstimmig, die Holzhauser Straße zu sanieren und im Kurvenbereich einen Gehsteig zu errichten, um Sicherheit für die Fußgänger zu schaffen. "Nach der aktuellen Kostenschätzung ist der Anliegerbeitrag relativ günstig", erklärte Geschäftsleiter Albert Mauerer BGLand24. "Da die Beteiligung aber an der Grundstücksgröße gemessen wird, wird es einige Anwohner erheblich treffen."

Einziger Entlastungspunkt: Die Gebühren werden nicht vor September 2017 fällig.

Wer baut Asylbewerberheim?

Das Asylbewerberheim in Aufham kann aus Sicht des Gemeinderates gebaut werden. In der Angerstraße 35 soll ein Heim für 56 Asylbewerber entstehen. Der Bauantrag, dem die Gemeinderäte ihr Einvernehmen erteilt hat, wurde vom Freistaat Bayern gestellt. "Wer letztlich das Heim baut, ist noch nicht geklärt", so Maurer. "Es könnte auch die Gemeinde sein."

Vorerst nicht gebaut wird am Feuerwehrhaus. Die Entscheidung über die Dachsanierung wurde vertagt. "Zuerst soll festgestellt werden, wie hoch der Sanierungsbedarf wirklich ist", sagte der Geschäftsleiter. In Sachen Feuerwehrbedarfsplan sind die Grundlagenermittlungen abgeschlossen. Die Gemeinderäte beschlossen, ein Fachbüro mit der Ausarbeitung eines Feuerwehrbedarfsplans zu beauftragen.

cz

Rubriklistenbild: © dpa - picture alliance/Symbolbild

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