Auf der A8 bei Anger

Vollkommen überladen: Reifenplatzer auf der Autobahn

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Anger - Eine Reifenpanne auf der Autobahn A8 kurz vor der Behelfsausfahrt Anger in Richtung München beschäftige am Donnerstag lange die Beamten der Verkehrspolizei.

Gegen 11.20 Uhr verständigten Bedienstete der Autobahnmeisterei die Verkehrspolizei über einen Reifenplatzer an einem bulgarischen Gespann, das dort auf dem rechten Fahrstreifen liegengeblieben war.

Die Autobahnmeisterei sorgte umgehend für die Sperre des Fahrstreifens und sicherte das Pannen-Gepann ab, das aus einem Mercedes Sprinter und einem Fahrzeugtransportanhänger bestand.

Als kurz darauf eine Streife der Autobahnpolizei eintraf war der 41jährige bulgarische Fahrer bereits mit dem Reifenwechsel beschäftigt. Soweit so gut, denn dieser gestaltete sich im weiteren Verlauf recht aufwändig, da die mitgeführten drei Wagenheber für ein vollständiges Anheben der betroffenen Hinterachse des Sprinters zu klein waren. Außerdem entstand bei einem Blick in den Laderaum, der mit Holzplatten befüllt war, sofort der Verdacht einer Überladung.

Dem nicht genug wurde auf dem mitgeführten Anhänger auch noch ein weiterer Lieferwagen befördert, der zudem auch voll beladen war. Die Autobahnmeisterei stand angesichts dieser Misere sofort mit einer Motorsäge parat und schnitt ein vom Bulgaren mitgeführtes Kantholz als Unterlage für die Wagenheber zurecht. So gelang es nach einiger Tüftelei den Sprinter anzuheben und den Reifen zu wechseln. Beim Ablassen des Fahrzeugs ergab sich doch sogleich ein neues Problem, indem sich ein gewisser Luftmangel beim „neuen“ Reifen zeigte. Die Streife lotste daher das Gespann an der Behelfsausfahrt im Schritttempo von der Autobahn zu einer nahen Tankstelle, wo der Reifen aufgepumpt wurde.

Damit war die Sache jedoch noch nicht erledigt, denn die Ursache der Reifenpanne lag wohl in der maßlosen Überladung des Gespanns und so ging es langsam weiter zu einer Waage. Hier zeigte sich schließlich in Zahlen, dass das Gespann in seiner Gesamtheit mit 8720kg um 60 Prozent sowie beide Einzelfahrzeuge um 37 bzw. 17 Prozent überladen waren.

Die Weiterfahrt wurde angesichts der erheblichen Überladung nun unterbunden und der Fahrer angezeigt. Zur Sicherung des Bußgeldverfahrens durfte der 41jährige knapp 500 Euro bei den Beamten hinterlegen. Danach mußte er sich um das ordnungsgemäße Umladen und Sichern seiner Fracht kümmern, das diesmal von der Verkehrspolizei abschließend überwacht wurde.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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