Gemeinde Ainring will Missbrauch vorbeugen

Keine Familienkarten mehr für das Schwimmbad 

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Ab Mai dieses Jahres - also in drei Monaten - beginnt schon wieder die neue Badesaison im Erlebnisbad Ainring. Die Gebührensatzung bleibt nach aktuellem Beschluss unverändert, doch das Angebot einer Familientageskarte wird es nach einem „Probejahr“ nicht mehr geben, da diese Karte relativ häufig missbräuchlich ausgeschöpft wurde und damit die Eintritts-Einnahmen der Gemeinde beeinträchtigten.

Ainring - Die Familienkarte ging ein Jahr in die Proberunde. Nun steht fest, dass diese nicht mehr angeboten wird. Zu viele hatten die Karte missbraucht und zweckentfremdet. 

Eigentlich wäre es eine gute Sache gewesen mit der im Vorjahr praktizierten versuchsweise Einführung der Familientageskarte im Erlebnisbad Ainring. Doch wurde der ursprüngliche Gemeinderatsbeschluss nun wieder aufgehoben – und zwar einstimmig vom Gremium in jüngster Sitzung. Schade, dass wegen unehrlicher Handhabung zu dieser drastischen Maßnahme führte. 

Bürgermeister Hans Eschlberger erinnerte zunächst daran, dass am 14. Oktober 2014 letztmals die Gebühren für das gemeindliche Erlebnisbad angepasst worden seien. Je nach Bewährung probeweise sei seinerzeit zugleich die Einführung einer Familientageskarte beschlossen worden. Nach dem ersten Jahr mit der Familientageskarte im vielfältigen Angebot musste vom Kassenpersonal des Bades festgestellt werden, das diese Karte sehr häufig missbräuchlich ausgeschöpft wurde. Eine detaillierte Kontrolle durch das vor Ort befindliche Kassenpersonal sei insbesondere bei starkem Andrang an der Pforte nicht möglich. Fakt se i, so der Bürgermeister, dass der Gemeinde Einnahmen vor allem aus Tageskartengeschäft et cetera entgehen und eine Gleichbehandlung nicht mehr gewährleistet werden könne. Die Thematik sei auch im „Arbeitskreis Schwimmbad“ thematisiert worden. Das Gremium empfahl die Streichung der Familientageskarte aus den genannten Gründen. Generell erhob die Sitzungsrunde dagegen keinen Einspruch. Nachgefragt wurde in diesem Zusammenhang, wie hoch das Defizit im vergangenen Jahr gewesen sei. Nach Hinweis aus der Kämmerei und des Bürgermeisters habe die Summe trotz der „Aufholjagd“ nach Saison-Halbzeit dank des schönen Badewetters immer noch 195.000 Euro ohne die kalkulatorischen Kosten betragen. 

Alle Gemeinderäte akzeptierten, dass die Familientageskarte wieder gestrichen wurde, ansonsten ergab sich keine Änderung in der Schwimmbadgebührensatzung in der von der Verwaltung vorgelegten Fassung. Es war insgesamt die 10. Änderungssatzung.

schl

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