Internationaler Workshop mit Polizeivertretern aus elf Nationen in Ainring

Kampf gegen Einbruchsbanden

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Fast hundert Teilnehmer aus elf Nationen, allen bayerischen Präsidien, fas allen deutschen Bundesländern, von Europol und dem Bundeskriminalamt tauschten sich Anfang November beim 4. Internationalen Workshop Wohnungseinbruchskriminalität in Ainring aus

Ainring - In der dunklen Jahreszeit haben Wohnungseinbrecher wieder Hochsaison. Die meist aus Südosteuropa stammenden Kriminellen sind entweder bandenmäßig, in größeren Familienclans oder in losen Netzwerken organisiert und reisen für ihre lukrativen Beutezüge quer durch Europa.

Um den Tätern weiter erfolgreich auf den Fersen bleiben zu können, wird die internationale Zusammenarbeit immer wichtiger. Durch ein straffes Netzwerk werden seit nunmehr vier Jahren regelmäßig Informationen auf Polizeiebene im Rahmen eines Internationalen Workshops in Ainring ausgetauscht.

Anfang November fand die Internationale Tagung wieder im Haus der Kultur statt. Veranstalter sind das Polizeipräsidium München zusammen mit dem Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring.

Wissen und Erfahrung sind die wertvollsten Ressourcen

Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner sprach bei der Begrüßung vor den Teilnehmern von „ihrem Wissen und ihrer Erfahrung“ als den „wertvollsten Ressourcen in der Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität“.

Der Internationale Workshop findet auf Wunsch des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr jährlich im Herbst statt.

Erst wenige Tage vorher hatte Innenminister Joachim Herrmann zum „Tag des Einbruchsschutzes“ am 30. Oktober von einem „erhöhten Fahndungsdruck auf Einbrecherbanden“ durch vermehrte Kontrollaktionen in Bayern berichtet.

Kooperationen mit verschiedenen Bundesländern

Auch sprach er die Kooperationsvereinbarungen mit Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz an. „Damit bündeln wir unsere Stärken und Kompetenzen, um gemeinsam gegen Einbruchskriminalität noch schlagkräftiger zu werden“, zitierte die Pressestelle den Minister in einer Veröffentlichung.

Genauso funktioniert das Prinzip der internationalen Zusammenarbeit bei der Tagung in Ainring. Experten aus ganz Europa tauschen sich aus und genau jene Polizisten, die in diesem Deliktsfeld tätig sind, verkürzen so den Draht zueinander und bauen ihr Netzwerk aus.

Das wiederum intensiviert und vereinfacht die Zusammenarbeit der Polizeien über Ländergrenzen hinweg und bringt sie schneller auf die Spuren der professionell organisierten und reisenden Einbrecherbanden.

In diesem Jahr nahmen fast hundert Kollegen aus elf Staaten daran teil, zum Beispiel Ungarn, Litauen und aus der Schweiz. Neben allen bayerischen Verbänden waren auch Polizeibeamte aus Baden-Württemberg, Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Hamburg in Ainring zu Gast.

Die Teilnehmer der Tagung äußerten sich durchwegs positiv. Sie beschrieben die Tagung als überaus gewinnbringend und geeignet, Netzwerke zu bilden. Die Tagung ist ein Erfolgsmodell und soll genau in dieser Form fortgeführt werden.

Pressemeldung Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI)

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