Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring

Austausch über E-Learning-Konzepte bei Fachtagung

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Beim Austausch über E-Learning-Konzepte.

Ainring - Die Fachtagung zum E-Learning bei der Polizei in Ainring war ein voller Erfolg. Die Veranstaltung rundeten Vorträge von erfahrenen Experten, Workshops und Best-Practise-Anwendungen ab.

Lernprogramme, virtuelles Klassenzimmer, Mobil-E-Learning, Blendend Learning, Podcast, App ­– 65 Experten aus Polizei und externen Bildungseinrichtungen tauschten sich Mitte Februar bei der internationalen Fachtagung „E-Learning im polizeilichen Praxistransfer“ im Haus der Kultur über diese modernen Lernformen aus. Das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI) lud erstmals zu dieser Fachtagung ein.

Austausch von Spezialisten

„In diesem Auditorium sitzen Spezialisten zu den verschiedensten Themen. Es handelt sich um Fachleute, die auf dem Gebiet des E-Learning schon etwas bewegt haben“, sagte Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner vom BFPI bei der Begrüßung. Die Teilnehmer kamen aus dem ganzen Bundesgebiet bis hin zum benachbarten Ausland. Er bedankte sich beim Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr sowie beim Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei, das für die Aus- und Fortbildung zuständig ist, für deren Zustimmung und Interesse an der Tagung.

Best-Practise-Anwendungen von Polizei und Hochschulen

Drei Tage lang beschäftigten sich die Teilnehmer mit den verschiedensten Modellen des E-Learning aus der Praxis, mit Wissensmanagement, mit pädagogischen und mit wissenschaftlichen Herangehensweisen. Die Bundespolizei sowie die Polizeien aus Bayern und anderen Ländern zeigten Best-Practise-Anwendungen auf, ebenso wie Vertreter der Universität Regensburg, der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, der Ludwig-Maximilian-Universität München, des Chiemgau Gymnasiums Traunstein, der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege Bayern oder der Universität der Bundeswehr in Hamburg, der Helmut-Schmidt-Universität.

Ans Rednerpult getreten war auch BG Colonel Artur Kuziomko, er stellte das E-Learning der Grenzpolizei Polen vor. Kuziomko resümierte am Ende: „Die Tagung war thematisch sehr gut organisiert und sehr praxisnah. Überaus positiv war auch der Erfahrungsaustausch.“ Dr. Peter Glanninger von der Sicherheitsakademie (SIAK) des Bundesministeriums für Inneres in Wien, der den offenen Zugang der Österreichischen Polizei vorstellte, erklärte im Gespräch: „Solche Veranstaltungen sind wahnsinnig wichtig, um Synergieeffekte zu nutzen.“ Er sprach von „guten Anregungen“ und „Erkenntnisbausteinen“, die mitgenommen werden könnten.

E-Learning als wesentliche Säule des Bildungsmanagements

Polizeioberrat Reinhard Löwe, der seit 13 Jahren für die Lernplattform der Bayerischen Polizei verantwortlich ist, leitet am BPFI den Fachbereich Informationsmanagement. Löwe sieht E-Learning als wesentliche Säule des Bildungsmanagements: „In Zeiten, in denen sich die Halbwertszeit des Wissens ständig verkürzt, müssen neue Lernmethoden etabliert werden.“

Der Weg des E-Learning ermögliche der Bayerischen Polizei, sich am Arbeitsplatz in kürzeren Sequenzen Wissen anzueignen und garantiere einen einheitlichen Standard. Das BPFI unterhält verschiedene E-Learning-Module, zum Beispiel im Deliktfeld Cybercrime. Außerdem gibt es erste Probeläufe zu Lern-Podcasts und zum virtuellen Klassenzimmer.

Positiver Rückblick

Reinhard Löwe spricht nach der Tagung rückblickend von einem gelungenen Erfahrungsaustausch unter Experten, vom Blick über den Zaun, Impulsen und dem Kennenlernen neuer Wege. „Wir haben die Veranstaltung ins Leben gerufen, weil wir eine Lernplattform mit derzeit 38.000 registrierten Lernenden betreiben“, erklärt Löwe weiter. Damit einhergehen auch fachliche Unterstützung und ein Forum für die Lernenden.

Ein Polizeikollege hatte im Rahmen seiner Masterarbeit die Akzeptanz dieser Lernform bei der Bayerischen Polizei mittels einer repräsentativen Umfrage untersucht. Das Urteil zu dieser Lernform war unter den über 1.250 befragten Teilnehmern äußerstpositiv. „E-Learning ist inzwischen ein fester Bestandteil der Fortbildung. Diese Lernform wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen. Aus diesem Grund wollen wir uns länder- und institutionenübergreifend mit anderen Marktführern austauschen und weiterentwickeln“, so Löwe.

Pressemitteilung Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei

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