Ein Purpurner Mantel für den Bettler

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Voll Stolz führten die Kinder des Mitterfeldener Kindergartens „St. Raphael“ ihre selbst gefertigten Laternen mit.

Mitterfelden - Warmes Licht in das Grau des Novembers bringt vielerorts der Martinstag. Auch im Kindergarten „St. Raphael“ wurde an den Heiligen und seine gute Taten erinnert.

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Bereits das Basteln der Laternen und das Einüben der bekannten Martinslieder stimmten die Kleinen auf den Tag ein. Im Beisein der Eltern und vieler „Zaungäste“ zogen zunächst die vier Gruppen mit ihren Erzieherinnen in den Garten ein. Dort nahmen in einem freien Rund die Kinder mit ihren dekorativ und ideenreich gebastelten Laternen Aufstellung, umsäumt von den Familien.

Auch im Arm der Mutti durfte der künftige Kindergartennachwuchs schon mal am Erlebnis des Martinsumzugs teilhaben.

Die stellvertretende Kindergartenleiterin Sandra Rehm entbot allen ein Willkommen, unter anderem Pfarrer Wernher Bien und Kirchenpfleger Martin Reiter.

Das Programm auf dem hell erleuchteten Gelände begann mit Gitarrenklängen und dem Lied „St. Martin ritt durch Schnee und Wind“ sowie dem mit Spannung verfolgten Einzug des heiligen Reitersmannes (dargestellt von Raphaela Kurtz) hoch zu Ross. Der geduldige Haflinger wurde gekonnt am Zügel geführt.

Simon Huber verkörperte den Bettler. Die von Martin vollzogene legendäre Mantelteilung an den armen, am Boden kauernden Mann, stellte Diakon Ulrich Portisch auch in der Symbolik in den Mittelpunkt. Die Tugend des Teilens gegenüber Schwächeren legte er den Kindern in ihrem Erwachsenenwerden besonders ans Herz und erteilte im Gebet den Lichtersegen. Als besonders effektvoll erwies es sich, als für kurze Zeit die elektrische Beleuchtung ausgeschaltet und sämtliche Laternen der Kinder entzündet wurden.

Neben Hinweisen zum organisatorischen Ablauf bedankte sich Sandra Rehm besonders bei Hausmeister Hans Riedl, dem Technischen Hilfswerk für die Beleuchtung und Absicherung der Straßen, dem Sanitätsdienst des Roten Kreuzes, dem Elterbeirat für Bewirtung mit Glühwein und Kinderpunsch sowie den vielen fleißigen Eltern, die kleine Martinsgänse gebacken hatten.

St. Martin hoch zu Ross beim Einzug auf die von vielen Zuschauern gesäumte Spielwiese.

„Laterne, Laterne“ und „Ich geh mit meiner Laterne“ wurde gesungen, denn der nächste Höhepunkt stand an: Der nächtliche Martinszug in einem Rundweg durch Mitterfeldens Straßen. An der Spitze des Zuges ritt St. Martin, dahinter gut mit Bändern jeweils seitlich abgesichert von freiwilligen Helferinnen und Helfern die Kinder, die ihre hell leuchtende Laternen mitführten und für ein buntes Bild sorgten. Viele Zuschauer säumten die Straßen.

Wieder am Kindergartengebäude angekommen, wurden die Martinsgänse an die Buben und Mädchen verteilt.

schl/bit

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