Am Hofhuberanger werden bald Bagger anrollen

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Auf dem in Privatbesitz freien Gelände zwischen Schwimmbadstraße und der nord-östlichen Bebauung Ainring, wo derzeit die Anringer Schnalzergruppen fleißig für die bevorstehende Gemeindemeisterschaft trainieren, rollen heuer noch die Bagger an. Bevor dort gebaut wird, muss nämlich die Erschließungsanlage hergestellt werden. Unser Bild zeigt den im Jahr 2008 erstellten und immer noch aktuellen Bebauungsplan für das Siedlungsgebiet Hofhuberanger. (Bebauungsplan in größerer Auflösung)

Ainring - Schon vor sechs Jahren wurde für das Baugebiet Hofhuberanger ein detaillierter Bebauungsplan ausgearbeitet, jetzt werden dann bald die Bagger anrollen.

Schon vor sechs Jahren wurde für das Baugebiet Hofhuberanger in Ainring ein detaillierter Bebauungsplan ausgearbeitet, doch nach einer langen Anlaufphase sind die Pläne soweit im Trockenen, dass die angestrebte Straßenausbauplanung im Einklang mit der Erschließung der Grundstücke für insgesamt zwölf Parzellen vorangeht. In der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte Dipl.-Ing. Thomas Läpple vom gemeindlichen Tiefbauamt anhand der Lage- und Höheplänen detailliert die Planung des Ingenieurbüros Richter für den Ausbau der Straßen.

Der Ausbau erfolgt entsprechend dem rechtsverbindlichen Bebauungsplan vom 15. April/13. August 2008 vom Planungsbüro Schuardt. Hier wurden bezüglich Ausbaubreiten, Aufteilung des Straßenraums, Situierung der Stellflächen und die Art der Straßenentwässerung bereits sehr konkrete Vorgaben festgesetzt. Das der Planung zu Grunde liegende Konzept setzt eine verminderte Geschwindigkeit und größtmögliche gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer voraus. „Das beauftragte Ingenieurbüro Richter hat in seiner Planung diese Vorgaben übernommen", bekräftigte Thomas Läpple.

Wie er informierte, erfolge die Zufahrt in das Baugebiet von Süden – Straße am Anger – über eine insgesamt 5,50 m breite Zufahrt, wobei abzüglich des Banketts die Fahrbahnbreite 4,35 m beträgt. Im Baugebiet selbst wird in der Nord-Süd-Achse die Straßenbreite mit 4,35 m beibehalten, anstelle der Bankette sei entsprechend dem Bebauungsplan westseitig ein 1,5 m breiter Streifen für die Versickerung des Oberflächenwassers angeordnet. Nach Auskunft von Läpple würden diese Sickerflächen als flache, befahrbare Mulden mit begrüntem Schotterbelag, gemäß Vorschlag des bayerischen Landesamtes für Wasserwirtschaft als „naturnahe Entwässerung von Verkehrsflächen in Siedlungen" ausgeführt. Am Tiefpunkt der Mulden sei als sogenannte „Notentwässerung" ein Einlaufschacht angeordnet.

Sowohl die westliche wie auch die östliche Stichstraße würden entsprechend den Bebauungsplanvorgaben mit wechselnden Breiten geplant, wobei jeweils die Grundbreite einer Fahrbahn 2,5 m betragen werde, seitlich seien teilweise Stellplätze angeordnet. Für die Versickerung des Oberflächenwassers seien ein Meter breite Streifen vorgesehen. „Auch hier werden die Sickerstreifen und die Stellplätze, als befahrbare, begrünte Flächen mit Schotterbelag ausgeführt. In den Bereichen mit Parkflächen ergibt sich somit keine optische Unterscheidung der Park- und Sickerflächen", argumentierte der Tiefbauamtsleiter.

Im Bereich der Grundstückszufahrten entfallen die Park- und Sickerflächen und die Fahrbahn habe in diesen Abschnitten eine Gesamtbreite von 4,5 m in der westlichen Stichstraße und 6,5 m in der östlichen Stichstraße. In beiden Stichstraßen stehe jeweils eine kleinere Wendefläche zur Verfügung, zeigte Thomas Läpple abschließend auf, wobei er noch auf den empfehlenden Beschluss aus vorangegangener Beratung des Bauausschusses hinwies. „Die Ausschreibung ist schon draußen", fügte er an. Einigen Räten stand Läpple nach seinem Vortrag für weitere Auskünfte zur Verfügung.

Die persönliche Überzeugung von Bürgermeister Hans Eschlberger sei - wie er betonte - eine wohldurchdachte Planung zur Herstellung der Erschließungsanlage für das Baugebiet „Hofhuberanger" in Ainring. Nach dem Planungsstand des Ingenieurbüros Richter vom 13. Januar 2014 und auf der Grundlage des Bebauungsplanes vom 15. April/13. August 2008 billigten die Gemeinderäte einstimmig die jeweiligen Planungsvorgaben.

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