Hochwasserschutz muss warten

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Bei Starkregen birgt der Mühlstätter Graben, im Oberlauf als Wildbach in der Ausbauverpflichtung des Freistaates Bayern, Überschwemmungsgefahren für die Anwesen entlang der Ulrichshögler Straße. Im Foto besteht durch eine tiefe, beidseitig gesicherte Uferbefestigung noch weniger Gefahr, diese ist aber etwas weiter bachabwärts in östlicher Richtung nicht mehr gegeben und durch eine linksseitige Abschwenkung entlang der Kreisstraße besteht dann die meiste Gefahr der Überflutung.

Ainring - Der Mühlstätter Graben benötigt einen besseren Hochwasserschutz. Das Wasserwirtschaftsamt sieht jedoch keine besondere Priorität.

Nach den Hochwasserereignissen in den diesjährigen Monaten Mai und Juni wurde von Bürgermeister Hans Eschlberger in einem neuerlichen Schreiben an das Wasserwirtschaftsamt Traunstein eine Verbesserung des Hochwasserschutzes des Mühlstätter Grabens im Oberlauf in Erinnerung gerufen. Die Ausbauverpflichtung betrifft in diesem Bereich den Freistaat Bayern, da es sich um einen ausgebauten Wildbach handelt.

In der Sitzung des Umwelt- und Entwicklungsausschusses informierte der Bürgermeister über die Rückantwort des Wasserwirtschaftsamtes. Tenor sei, dass der Ausbau des Hochwasserschutzes in Bayern nach einer einheitlichen Prioritätensetzung entsprechend dem vermuteten Schadenspotential und den geschätzten Ausbaukosten zu erfolgen habe. Wegen der im Vergleich zum Schadenspotential sehr hohen Ausbaukosten stufe das Wasserwirtschaftsamt bauliche Verbesserungen des Hochwasserschutzes am Mühlstätter Graben nicht in die höchste Prioritätsklasse ein, was bedeute, dass momentan dringlichere Hochwasserschutzprojekte Vorrang hätten.

Weitere Themen im Ausschuss

Hans Pöllner fragte nach den Luftmessdaten der Firma Grimm, bzw. wann diese dem Gremium vorgestellt werden. Dazu sagte Hans Eschlberger, dass der Messzeitraum abgelaufen sei, die Daten bei der Firma Grimm vorlägen, aber aufgrund Terminkollidierungen bisher noch keine Vorstellung der Daten möglich gewesen sei. Dies soll nach Absprache mit der Firma in einer der nächsten Sitzungen des Umwelt- und Gemeindeentwicklungsausschusses geschehen. Weiter erbat Pöllner Auskunft, ob am Sender Högl, Nähe Strobl-Alm, ein Tetra-Funkmast installiert worden sei. Der Bürgermeister sicherte zu, bei der örtlich zuständigen Gemeinde Anger nachzufragen. Information wünschte Hans Pöllner, wer in der Verwaltung derzeit der Umweltbeauftragte sei. Dazu antwortete Eschlberger, dass Martin Nuess mit 2. Januar 2014 die Nachfolge als geschäftsleitender Beamter antreten werde und damit auch automatisch der Umweltbeauftragte gemäß Geschäftsverteilungsplan sei.

Von Peter Rottmair wurde darauf hingewiesen, dass der angekündigte Einweihungstermin des Radweges Ainring – Thundorf verschoben worden sei. Wie in Erfahrung gebracht werden konnte, werde die Einweihung in etwa drei Wochen möglich sein.

schl

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