24-Stunden-Übung für die Jugendfeuerwehren in Waging

Einsatz: Brand in einer Schreinerei!

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Waging am See – Möglichst nah am wahren Einsatzleben war der erste 24-Stunden-Übungstag der Feuerwehren. Dabei hieß es nicht nur eine vermisste Person zu suchen:

Am Samstag um Zehn Uhr trafen sich die Jugendlichen der Feuerwehren Gaden, Otting, Nirnharting, Tettenhausen, Waging am See und Wonneberg am Waginger Feuerwehrhaus und wurden auch dort gleich alle vom Kreisjugendwart Stephan Hellmuth, Kreisbrandmeister Georg Fleischer und dem Waginger Jugendwart Maxi Huber begrüßt.

Am Vormittag besuchten die Jugendlichen verschiedene Workshops und lernten dort hilfreiche Tricks bei der Brandbekämpfung, der Technischen Hilfeleistung und der Ersten Hilfe. Beim typischen Feuerwehressen (Handwürste mit Senf und Semmeln) kam während der Mittagspause der zweite Bürgermeister Christian Reiter vorbei, um sich ein Bild des Jugendtages zu machen.

Die Mittagspause dauerte nicht lange, denn dann kam der erste Alarm für die Feuerwehren und der Wasserwacht. Gemeldet wurde eine vermisste Person, die seit längerer Zeit abgängig war und bei dem ergiebigen Regen nicht mehr zurück kam. Sofort wurde das Kurhaus angefahren um dort von Wasser und zu Land zu suchen. Nach einer intensiven Suche der Jugendlichen wurde die Person nach kurzer Zeit gefunden. Der Patient wurde der Wasserwacht übergeben, die den Dummy dann allerdings für Leblos erklärte.

Nach kurzer Verschnaufpause kam dann gegen Fünf Uhr abends ein erneuter Alarm. Die Feuerwehr wurde zu einem Brand einer Schreinerei gerufen. Dort wurde angenommen, dass ein Verladekran in Flammen stand. Die Feuerwehren entnahmen aus einem Hydranten und einem kleinen Bach das Löschwasser für mehrere Schläuche und für die Drehleiter. Nach kurzem Löschversuch, war der Brand auch unter Kontrolle. Bei dieser Übung war auch der Kreisbrandinspektor Günter Wambach vor Ort. Er dankte den Jugendlichen für ihre Arbeit und regte auch an, die Eltern der aktiven zu fördern und diese auch zur Feuerwehr zu bringen.

24-Stunden-Übung für die Jugendfeuerwehren in Waging

Nach dem Abrücken, aufrüsten und erholen nach dem schwierigen Einsatz kam die wohlverdiente Brotzeit. Es wurde gegrillt, anschließend konnten die Jugendlichen einen Ruhigen Abend im Gerätehaus der FF Waging am See verbringen. Die Abendruhe hielt aber nicht lange an. Gegen 23 Uhr hieß es wieder: „Funkstille Alarmierung! - Verkehrsunfall, mehrere Personen eingeklemmt!“ Zu diesem Einsatz fuhren die Jugendlichen mit einem gemischten Gefühl. Aber als sie dann an der Einsatzstelle ankamen, wurden schnell zwei Gruppen gebildet, die die Personen aus den beiden befreiten. Nach schneller, sicherer und schonender Rettung der Unfallopfer konnten diese schwerverletzt an die Sanitäter übergeben werden. Nach eineinhalb Stunden konnte der Einsatz abgeschlossen werden.

Für die meisten der Jugendlichen war spätestens jetzt Nachtruhe. Der Abend klang dann auch bald für die „übergebliebenen“ aus und die meisten konnten ruhig schlafen, bis der Alarmgong im Feuerwehrhaus erneut erklang. Gegen 5.30 Uhr wurden drei vermisste Jugendliche gemeldet, die nach einer nächtlichen Party nicht nach Hause gekehrt sind. Hierzu wurden dann drei Gruppen gebildet, um die stark unterkühlten Jugendlichen zu suchen. Nach routinierter Suche konnten sie schnell ausfindig gemacht werden und dem Rettungsdienst übergeben werden. Das war der letzte Einsatz der Jugendlichen und nach einem gemeinsamen Frühstück konnte der erste Waginger 24-Stunden-Übungstag erfolgreich, ohne Verletzungen und Zwischenfälle bei den Jugendlichen beendet werden können.

FDL/Lamminger

Quelle: chiemgau24.de

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