Das wachsame Auge im und auf dem Wasser

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60 Jahre feiert die Kreiswasserwacht im Landkreis: Heute ist es selbstverständlich, dass an fast allen Seen die Wasserwacht des BRK stationiert ist. Doch der Weg dahin war mühsam – so entstand etwa 1979 die heutige Hütte der Wasserwacht in Übersee (Archivbild) – die meisten Arbeiten in Eigenleistung der Mitglieder.

Traunstein - Niemand ahnte, dass der gewaltige Sturm, der im 1951 über den Chiemsee fegte, zugleich die Geburtsstunde der Kreiswasserwacht sein sollte.

Die Naturkatastrophe forderte damals im August fünf Menschenleben – Grund genug für eine Gruppe von beherzten Männern in Übersee und Seebruck eine Wasserrettung im Landkreis aufzubauen. Heute - nach 60 Jahren - ist die Kreiswasserwacht Traunstein die größte Abteilung im Bezirk Oberbayern mit 19 Wasserwachts-Ortsgruppen.

Bei einer Feierstunde im Traunsteiner Rotkreuz-Zentrum erinnerte Bürgermeister Konrad Schupfner als stellvertretender Vorsitzender des Traunsteiner Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) an die Bedeutung der Wasserwacht. „Immer wieder werden neue Aktivitäten und Sportarten mit zunehmenden Risiken entwickelt und ausgeübt. Dabei ist es selbstverständlich, dass bei Unfällen, Notfällen oder Krisensituationen möglichst rasch Hilfe zur Verfügung steht, also dass andere Menschen stets bereit sind, im Notfall zu helfen.“ Entscheidend sei auch die Entwicklung des Tourismus gewesen, denn mit immer mehr Badegästen und Freizeitsportlern nahmen auch die Unfälle auf Flüssen und Seen zu.

Neben den Gründungen der Wasserwachten Übersee und Seebruck, so Schupfner weiter, entstanden im gesamten Landkreis in den folgenden Jahren Ortsgruppen. „Zur Unterstützung der Rettungskräfte stehen heute gut ausgestattete Wachstationen, eine großzügige Motorbootflotte und Rettungsgeräte, wie Eisschlitten und Tauchgeräte, zur Verfügung.“ Diese umfangreichen Dienste, so listete der stellvertretende BRK-Vorsitzende auf, leisten fast 1000 aktive Mitglieder in bis zu 24.000 Einsatzstunden pro Jahr. Deshalb sei jetzt die Gelegenheit, allen zu danken, die sich persönlich engagieren – vor allem auch den Männern der ersten Stunde, die die Zeichen der Zeit erkannt haben.

„Es passiert immer noch zu viel...“

Stellvertretender Landrat Herbert Häusl erinnerte daran, wie gut sich Jugendliche in die Dienste der Wasserwacht einbinden lassen und hier lernen, was ehrenamtliches Engagement bedeutet. Auch er, so Häusl, bedanke sich im Namen des Landkreises für die Arbeit der Wasserwachten. Rainer Schug, Vorsitzender des Wasserwachtbezirkes Oberbayern, meinte: „Es passiert immer noch zu viel, weil die ehrenamtlichen Helfer nicht immer zu jeder Zeit überall sein können.“ Die Leistung der Traunsteiner Kreiswasserwacht mit ihren 2000 Mitgliedern vollbringe aber eine beachtenswerte Leistung – auch Dank der vielen Förderer und Spender, ohne die vieles nicht möglich wäre.

Hans- Michael Weisky, Vorsitzender der Traunsteiner Kreiswasserwacht, blickte in die Zukunft: „Eine schöne Aufgabe wird es sein, die 19 Wasserwacht-Ortsgruppen zu halten und zu stärken.“ In den kommenden Jahren wolle man daran arbeiten, eine Schnell-Einsatz-Gruppe am Tachinger und Waginger See aufzubauen.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz

Quelle: chiemgau24.de

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