Gemeinderatssitzung in Vachendorf

Wohncontainer-Lösung für Flüchtlinge diskutiert

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Vachendorf - In der letzten Gemeinderatssitzung wurde die geplante Wohncontainerlösung für Flüchtlinge diskutiert, ebenso ein Bauantrag und der Zuschussantrag zur Renovierung der Marienorgel.

Die geplante Wohncontainerlösung zur Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde Vachendorf ist vom Tisch. Darüber informierte Bürgermeister Rainer Schroll in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Als Grund nannte er die Mitteilung der Regierung von Oberbayern und des Landratsamts Traunstein, dass diese die Kosten dafür nicht übernehmen würden. „Damit ist das Projekt für dieses Jahr vorerst auf Eis gelegt“, erklärte Schroll den Gemeinderäten. Ob es überhaupt wieder aufgenommen werde, stehe in den Sternen.

Um die Solidarität der Gemeinde Vachendorf mit den anderen Gemeinden im Landkreis zu zeigen, beschlossen die Gemeinderäte einstimmig, eine weitere Gemeindewohnung, die ein Mieter gekündigt hat, für die Unterbringung von sechs Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Anfang Mai soll zunächst mit dem Ausbau der Heizung begonnen werden. Wenn dieser beendet ist, kann die Wohnung durch das Landratsamt belegt werden. Zu den beiden bereits zur Verfügung gestellten Wohnungen sagte der Bürgermeister, dass noch Betten und Schränke fehlten. Sie sollen aber in dieser Woche geliefert werden, sodass diese Wohnungen ab 8. März von Flüchtlingen bezogen werden können.

"Ich bin richtig angefressen"

Empört zeigte sich Schroll darüber, dass auf dem sozialen Netzwerk Facebook Dinge aus dem nichtöffentlichen Teil einer Gemeinderatssitzung veröffentlicht worden sind. „Der Gemeinderat unterliegt hier der Geheimhaltungspflicht“, betonte er. Dies sei ein Verstoß gegen die Gemeindeordnung. Noch dazu seien die veröffentlichten Behauptungen falsch. Ferner werde ihm bei der Vergabe von Aufträgen wahrheitswidrig eine Straftat unterstellt. „Ich bin richtig angefressen“, erklärte Schroll.

Zum Bauantrag einer Fress-Liegehalle in Geiselprechting sagte der Bürgermeister, es sei positiv zu beurteilen, wenn ein Landwirt in die Zukunft investiere und damit den tierschutzrechtlichen und landwirtschaftlichen Kriterien Rechnung trage. Der Antragsteller beabsichtige zudem, seine Landwirtschaft auf Bio-Bewirtschaftung umzustellen. Dem Bauantrag wurde daher ohne Gegenstimme das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Orgel renoviert

Ferner befasste sich das Gremium mit dem Zuschussantrag zur Renovierung der Marienorgel in der Pfarrkirche Vachendorf durch die Katholische Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt. Dem Schreiben der Kirchenstiftung war zu entnehmen, dass die 40 Jahre alte Orgel im vergangenen Jahr für rund 40.000 Euro renoviert werden musste. Vom Ordinariat gebe es dafür keinen Zuschuss, hieß es. Durch Spenden kamen über 12.000 Euro zusammen. 17.000 Euro stellte die Kirchenstiftung zur Verfügung. Die Kirchenstiftung beantragte einen Zuschuss der Gemeinde von zehn Prozent der Gesamtkosten. Schroll wies auf die stets gute Zusammenarbeit mit der Kirchenstiftung hin. Außerdem sei die Pfarrkirche ein Schmuckstück im Ort. Da im Haushalt 2016 bereits 4000 Euro für den Zuschuss zur Orgelrenovierung vorgesehen sind, wurde der Zuschussantrag einstimmig angenommen.

Pressemitteilung Bjr

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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