Initiatoren von Bürgerbegehren ziehen Bilanz

Neubau von Jugendzentrum noch nicht absehbar

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Traunstein - Seit dem Bürgerentscheid zum Neubau des Jugendzentrums sind nunmehr zwei Monate vergangen. Zeit für die Initiatoren Konrad Baur, Maximilian Röde und Isabelle Thaler Bilanz über die bisherige Arbeit zu ziehen.

Noch am Wahlabend hatten die Initiatoren die Weichen auf Zusammenarbeit mit den ehemaligen Befürwortern der Güterhallen-Sanierung gestellt. Deshalb hatten die drei Initiatoren alle Mitglieder des neuen Jugendbeirats am 15.04.16 zum gemeinsamen Projektgespräch eingeladen. Dabei sind vor allem die durch den Bürgerentscheid geschaffenen Fakten erläutert und die dadurch entstehenden weiteren Schritte diskutiert worden. 

Der Jugendbeirat hatte schon vor dem Bürgerentscheid eine mehrheitliche Position gefasst, dass für ein neues Jugendzentrum hauptsächlich die Lage und das Angebot von Bedeutung seien sowie eine möglichst rasche Umsetzung. Deshalb sei laut Aussage des Jugendbeirats ein Abriss der Güterhalle durchaus vorstellbar. Nach gemeinsamer Analyse der Grundstücksverhältnisse im Bahnhofsgelände kam man zu dem Entschluss, dass nur das sogenannte Güterhallengrundstück für eine möglichst zeitnahe, schon lange versprochene Umsetzung des Neubaus eines Jugendzentrums in Frage kommen kann. Nur hier ist die Stadt bereits Grundstückseigentümer und könnte auf eigener Fläche einen Neubau realisieren, ohne vorher in langwierige und teure Grundstücksverhandlungen einsteigen zu müssen. 

Die bisher angestellten Planungen zum benötigten Raumangebot im neuen Jugendzentrum sind von allen beteiligten in der Gesprächsrunde nochmals bestätigt worden und mit den generellen Vorgaben des Bayerischen Jugendrings (BJR) verglichen worden. Auch im Stadtrat äußerte sich Ursula Lay (UW) entsprechend: „Wir fangen nicht von ganz vorne an. Die bisherige Arbeit muss nur angepasst werden!“. 

Im Stadtrat wurde dennoch beschlossen, dass die Verwaltung beauftragt wird, geeignete Grundstücke im gesamten Bahnhofsgelände zu suchen und entsprechend in Verhandlungen mit den Eigentümern einzusteigen. Die Stadt sucht dabei ein Grundstück von rd. 2.000m2 Größe. Nach Aussage von Stadtbaumeister Herrn Hechfellner und Expertenberechnung wären für einen Neubau allerdings bloß 1.000m2 nötig. „Hier wird aus Trotz versucht die Kosten für das Projekt „Neubau Jugendzentrum“ künstlich in die Höhe zu treiben um uns Initiatoren vorzuführen“, kritisierte Konrad Baur. Das sei weder zielführend noch besonders vertrauensfördernd, dass das neue Jugendzentrum nun endlich zeitnah verwirklicht wird. 

Der Stadtrat wird nun voraussichtlich in seiner Julisitzung über das Thema grundlegend diskutieren. Ob und in welche Richtung eine Entscheidung gefällt wird bleibt natürlich offen. Mit Blick auf die bisher getätigten, nicht gehaltenen Versprechen und der anstehenden Sommerpause im Stadtrat zeigen sich die Initiatoren des Bürgerbegehrens sehr skeptisch, dass hier schnell eine Lösung gefunden wird. „Solange sich manche Stadtratsmitglieder derart trotzig zurückhaltend und verzögernd verhalten, werden auch Traunsteins Jugendliche erneut hingehalten. Das wollen wir so definitiv nicht akzeptieren,“ resümiert Isabelle Thaler. Aus dem Stadtrat werden seit dem Bürgerentscheid auch Stimmen laut, die sich konsequent gegen den Abriss der Güterhalle stellen, da man möglicherweise noch andere Nutzungen darin unterbringen könne. Hier verweisen die Initiatoren darauf, dass durch den Bürgerentscheid eindeutig die teure Sanierung der alten Halle abgelehnt wurde - unabhängig von der Nutzung, die darin vorgesehen wäre. „Müssen wir nun jedes Jahr erneut ein Bürgerbegehren machen, bis auch der letzte eingesehen hat, dass diese Halle keiner sinnvollen Nutzung zugeführt werden kann und endlich abgerissen werden sollte?“, wundert sich Thaler.

Pressemeldung der ehemaligen Initiatoren des Bürgerbegehrens

Quelle: chiemgau24.de

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