Haftstrafen nach Prozess am Landgericht Traunstein

Schleuser-Trio ist nur die Spitze des Eisbergs

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Traunstein/Bernau – Das Netzwerk der Schleuser reicht quer durch Europa. Das bewies nun ein Prozess gegen drei Schleuser am Landgericht, die zu langen Haftstrafen verurteilt wurden.

Wie das Oberbayerische Volksblatt am Dienstag berichtet, sei die Bande wie ein „Reiseunternehmen“ organisiert gewesen. Die drei Angeklagten hatten im Juli 2015 bei drei Schleuserfahrten über 100 Flüchtlinge, darunter auch Kleinkinder, von Budapest über Österreich bis nach Bernau/Felden geschleust, wo sie die Menschen dann „abgeladen“ hätten. Die Menschen waren in zwei Kleintransporter gepfercht, die in ständigem „Funkkontakt“ mit einem vorausfahrenden „Scout-Fahrzeug“ standen, so das OVB weiter. Dieser „Scout“ sollte sicherstellen, dass ihnen die Polizei nicht in die Quere kommt.

Die Staatsanwaltschaft beantragte gegen die 27-, 38- und 40-jährigen deutsch-türkischen Männer, die aus Bremen bzw. Bremerhaven stammen, Haftstrafen zwischen drei und sechs Jahren. Die Verteidigung plädierte laut OVB auf Strafen zwischen zweieinhalb Jahren und einem Teilfreispruch. Letztlich sah das Gericht unter der Leitung von Richter Dr. Jürgen Zenkel die Schuld der Angeklagten als erwiesen an und verurteilte den 40- und 38-Jährigen jeweils zu Haftstrafen von knapp drei Jahren. Dem 27-Jährigen war hingegen nicht nachzuweisen, dass er bei den Schleuserfahrten dabei war.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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