Aktueller Stand der Unterschriftensammlung

Bürgerbegehren für neues Jugendzentrum auf Kurs

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Die Initiatoren Maximilian Röde, Isabelle Thaler und Konrad Baur (von links) bei der Vorstellung des Bürgerbegehrens vor knapp zwei Wochen in Traunstein.

Traunstein - "Wir müssen uns schicken": Geht es nach den Initiatoren des Bürgerbegehrens für einen Neubau des Jugendzentrums, findet "ihr" Bürgerentscheid zeitgleich mit der Abstimmung über die Landesgartenschau statt. Bisher ist man auf einem guten Weg.

An zwei Samstagen hat man am Maxplatz bereits Unterschriften gesammelt: 1430 brauchen die Initiatoren Maximilian Röde, Isabelle Thaler und Konrad Baur, allesamt in der Jungen Union organisiert, um die Traunsteiner in einem Bürgerentscheid abstimmen zu lassen, ob die Stadt ihr Jugendzentrum in der alten Güterhalle einrichtet oder nicht. "Knapp die Hälfte der Unterschriften haben wir schon", zeigt sich Isabelle Thaler im Gespräch mit chiemgau24.de zufrieden.

Jetzt muss alles schnell gehen

Rund 400 Unterschriften seien am Maxplatz schon gesammelt worden, ungefähr weitere 200 habe man von Bürgern erhalten, die auf eigene Faust um die Stimmen der Traunsteiner geworben haben. Nächste Woche wollen die Initiatoren zusätzlich mit einer Postwurfsendung an alle Traunsteiner Haushalte Druck für ihr Anliegen machen: Obwohl bereits ein Stadtratsbeschloss gefasst wurde, das künftige Jugendzentrum in die Güterhalle zu verlegen, wollen Röde, Thaler und Baur lieber einen Neubau.

Umstritten: Die Güterhalle an der Rückseite des Bahnhofs.

"Sind Sie dafür, dass die Stadt Traunstein die Planungen zur Sanierung der Güterhalle stoppt und stattdessen den kostengünstigeren Neubau eines Jugendzentrums im Bahnhofsgelände anstrebt, unter Berücksichtigung aller zulässigen rechtlichen Möglichkeiten?" - So lautet die Frage, die den Traunsteinern schon bald gestellt werden könnte. "Wir müssen uns jetzt schicken", so Thaler - am liebsten wäre es ihr, der Bürgerentscheid zum Jugendzentrum findet am gleichen Tag statt, wie die Abstimmung über die Landesgartenschau. Die vielen Interessierten am Projekt "Landesgartenschau" könnten dem Bürgerentscheid zur Güterhalle dann über die Hürde zur Mindestbeteiligung, Quorum genannt, helfen.

Darum will die Bürgerinitiative einen Jugendtreff-Neubau

Vor knapp zwei Wochen gründete sich die Initiative von Baur, Thaler und Röde im Schnitzlbaumer. Man sage "Ja" zum Abriss der Güterhalle und zum Neubau eines Jugendzentrums und "Nein" zum "Millionengrab Güterhalle" und zur "stadtplanerischen Irrfahrt". Dabei präsentierte man sieben Gründe, die für den Abriss der Güterhalle und für den Neubau eines Jugendzentrums sprechen. Diese reichen von den deutlich niedrigeren Investitionskosten zur Sicherheit über mögliche militärische Altlasten im Baugrund bis hin zu einem gesicherten Einzugstermin statt einem ungeklärten Terminplan.

Man wolle aber gleichzeitig auch Entscheidungen des Stadtrats respektieren. Dieser, beziehungsweise vorbereitend und planerisch und konzeptionell tätig die Stadtverwaltung Traunstein, beschäftige sich nun seit rund fünf Jahren mit der Güterhalle. "Verdammt lang und verdammt ernüchternd" sei das Ergebnis für das 2012 erworbene Objekt fand Baur.

Baur übte auch Kritik am Status Quo des derzeit in städtischen Räumen am Stadtplatz untergebrachten Jugendtreffs, der an vier Tagen in der Woche geöffnet ist. "Eine vernünftige Bleibe haben wir derzeit nicht. Eine vernünftige Jugendarbeit ist derzeit nicht möglich", sagte Baur über die derzeitige Lösung für die Jugend. Die drei störe die Thematik schon sehr lange, die Fertigstellung mit genannten rund zweieinhalb Jahren (Fertigstellung Mitte 2018 war im Traunsteiner Stadtrat im Gespräch) sei völlig unakzeptabel. Man sei nun der Meinung, dass das Bürgerbegehren der sinnvolle Weg für ein besseres Konzept sei und werbe dafür.

xe/awi

Quelle: chiemgau24.de

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