Stadt setzt sich gegen Landratsamt durch

Achtjährige angefahren: Ampel ist jetzt fix

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Nach dem Druck des Vaters der 8-Jährigen baut die Stadt nun auf eigene Faust eine Ampel an der Kammerer Balthasar-Permoser-Straße - das eigentlich zuständige Landratsamt wäre anderer Meinung gewesen.

Traunstein - Das ging schnell: Nach einem Unfall am Zebrastreifen mit einem achtjährigen Mädchen in Kammer baut die Stadt nun auf eigene Faust eine Ampel - das Landratsamt war anderer Meinung.

Trotz Zebrastreifen und Beschilderung hat es gekracht: Am 12. April übersah eine Pallinger Autofahrerin ein junges Mädchen auf der Balthasar-Permoser-Straße. Auch wenn die Achtjährige glücklicherweise nur leicht verletzt wurde wandte sich ihr Vater sofort an chiemgau24.de und die Traunsteiner Stadtverwaltung. Der Planungsausschuss stimmte am Dienstag schließlich einstimmig einer Ampel zu.

Schon Mitte April versprach Oberbürgermeister Kegel dem Kammerer Vater, sich für eine Ampellösung einzusetzen - nun ist alles in trockenen Tüchern. "Das Thema kam auch schon in der Vergangenheit immer wieder auf, doch das Landratsamt als Straßenbaulastträger sah in einer Ampel keine Notwendigkeit", so Traunsteins Pressesprecherin Carola Westermeier gegenüber chiemgau24.de. Der bestehende Zebrastreifen hätte rechtlich ausgereicht. 

Nun handelte die Stadt auf eigene Faust und übernimmt die Kosten für die Anlage: Man rechnet mit Kosten bis zu 25.000 Euro. Der Fußgängerüberweg ist wegen Kindergarten, Kirche und Schule ohnehin stark frequentiert. Noch muss die Ampel offiziell beim Landratsamt beantragt und schließlich ausgeschrieben werden, aber noch heuer soll die Anlage stehen - damit es künftig nicht mehr zu solch gefährlichen Situationen wie am 12. April kommt.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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