Wegen Extraräumen für Ringen und Judo

Neue AKG-Turnhalle: Kosten steigen und steigen

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Traunstein - Ursprünglich ging man von 7,2 Millionen Euro aus, dann von 9,5 - nun werden die Kosten für die geplante Dreifachturnhalle am Annette-Kolb-Gymnasium in den zweistelligen Millionenbereich gehen.

Was ist der Stadt die Judo- und Ringerabteilung des Turnvereins wert? Das war die eigentliche Frage auf der Stadtratssitzung am Donnerstag. Bisher wollte die Stadt nur die Wettkämpfe in der geplanten Dreifachturnhalle am Annette-Kolb-Gymnasium austragen lassen - nun entschied man sich, dass Ringer und Judoka auch eigene Trainingsräume dort bekommen sollen. Der Finanzierungsanteil der Stadt steigt damit abermals, genauso wie die Gesamtkosten der Halle, die nun bei bis zu 10,5 Millionen Euro liegen.

Halle wird um 45 Prozent teurer

Ursprünglich plante man 7,2 Millionen Euro an Gesamtkosten für die Halle: 3 Millionen Euro hätte der Landkreis übernommen, 2,7 Millionen Euro die Große Kreisstadt, 1,5 Millionen der Freistaat. Doch die Prognosen mussten im Sommer nach oben korrigiert werden: Wegen des engen Umfelds an der Gabelsbergerstraße muss man mit dem Bau bis zu sieben Metern in die Tiefe gehen, außerdem wird ein aufwändiger Verbau zum Nachbargrundstück notwendig und wegen des Ausmaßes der Halle werden größere Brandschutzmaßnahmen notwendig - so wurden aus den 7,2 Millionen knapp 9,5 Millionen Euro.

Und wohin mit den Ringern? Ihre Heimstätte, die Franz-Eyrich-Halle, wird früher oder später dem Salinenpark geopfert werden. Die Wettkämpfe sollten sie dann in der neuen AKG-Turnhalle austragen können. Hätten sich Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Kegel am Donnerstag durchgesetzt, wären sie zum Training aus Platzgründen in der alten AKG-Turnhalle geblieben, die noch mindestens bis 2022 stehen soll. Das Problem: Die Ringer brauchen alleine wegen ihren großen Matten (zehn mal zehn Meter) möglichst eigene Räume.

Baubeginn erst im Sommer?

"Die Stadt versucht immer, die Sportvereine bestmöglich auszustatten - das sollte dann auch für den TVT und speziell für die hochklassigen Ringer gelten", so Christian Hümmer. Oberbürgermeister Kegel warnte dagegen davor: Die Kosten würden dann erneut um bis zu eine Million Euro steigen, außerdem müsse nun endlich eine Entscheidung her. Anfang 2016 hätte eigentlich mit dem Bau begonnen werden sollen, es droht ein Baubeginn im Sommer. Die Bagger stehen allerdings jetzt schon auf dem Gelände: Noch wird das alte Gebäude der Zulassungsstelle abgerissen, auf dessen Fläche die neue Dreifachturnhalle errichtet wird.

Mit 16:9 Stimmen sprach sich der Stadtrat nach CSU-Antrag dafür aus, den Ringern und Judoka eigene Trainingsräume zu bauen. Die Gesamtkosten werden dann an die 10,5 Millionen Euro betragen, der Anteil der Stadt Traunstein wächst auf bis zu 4,7 Millionen Euro. Der Landkreis, Träger der Schulen, übernimmt nur die Grundkosten für die Schulturnhalle. Alles was darüber hinaus geht, wie zum Beispiel die geplante Ausziehtribüne für bis zu 500 Personen oder die Ringerräume, muss von der Stadt selbst getragen werden.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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