Bebauungspläne des früheren Tennis-Centers reifen

Die Daxerau wird umgekrempelt

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Dem Bebauungsplan der nördlichen Daxerau scheint nichts mehr im Wege zu stehen.

Traunstein - Über Jahrzehnte prägte das Tennis-Center von Martha Vogl das Bild der Daxerau - ansonsten: bis auf wenige Einfamilienhäuser nur grüne Wiese. Nun wird absehbar, was mit dem Gelände passiert. 

Die alte Minigolfanlage beim ehemaligen Tennis-Center verwaist inzwischen.

"Irgendwann könnten 1000 Leute dort Wohnraum finden", gab Stadtrat Uwe Steinmetz zu bedenken: Im ersten Schritt wird es soweit noch nicht kommen, aber die Weichen sind gestellt, um die Daxerau großflächig zu bebauen. Im Planungsausschuss der Stadt kam am Mittwoch der Bebauungsplan auf den Tisch. Er gilt für das Gelände auf dem sich über Jahrzehnte das Tenniscenter von Martha Vogl befand, die inzwischen geschlossen hat

Ein Investor steht schon bereit, die genaue Art der Bebauung wird aber erst in der näheren Zukunft festgelegt. Der Entwurf des Bebauungsplanes sieht eine Erschließung über den schon besiedelten Westen vor. Auch Lärmschutzwände in Richtung des Schwimmbads werden notwendig. "Das ist kriegsentscheidend, nicht dass die künftigen Anwohner dann gegen das Schwimmbad klagen", so Stadtrat Karl Schulz.

Besteht Gefahr durch "Extremhochwasser"?

Bei einem "Extremhochwasser" wäre nicht nur die Daxerau, sondern die gesamte untere Stadt betroffen.

Die Daxerau gilt in der Kategorie eines "Extremhochwassers" als überschwemmungsgefährdetes Gebiet - noch deutlich seltener als ein hundertjähriges Hochwasser. Derzeit läuft aber ein Verfahren, die Überschwemmungsgebiete in Traunstein neu zu definieren. So könnte die Daxerau aus dieser Kategorie herausgenommen werden. Doch die gesamte untere Stadt fällt unter diese Kategorie. Außerdem soll noch untersucht werden, ob sich die Grundwasserströme durch die Bebauung verändern. 

Nicht nur das Tennisgelände könnte bebaut werden, sondern in weiterer Zukunft auch der südliche Teil der Daxerau.

Der Planungsausschuss blickte bei der Gelegenheit noch weiter in die Zukunft: "Wenn mit den südlichen Grundstückseigentümern Einverständnis besteht, könnte später auch dieser Bereich bebaut werden", so Bernhard Glaßl von der Abteilung Baurecht im Rathaus. Momentan wird sich noch mit den Einwänden der Bürger befasst, die in den Bebauungsplan für den Nordteil eingearbeitet werden sollen. Der Stadtrat wird sich kommende Woche erneut mit der Bebauung der Daxerau befassen.

Weiteres Bauprojekt in Haidforst

Auch in Haidforst soll weiterer Wohnraum geschaffen werden. Der Ausschuss befasste sich mit einem Bebauungsplan in der Kienbergstraße. Direkt an der Abzweigung zur Wasserburger Straße soll ein fünfgeschoßiger Bau entstehen. Es ist nicht die einzige Wohnbaumaßnahme, die die Stadt in Haidforst inzwischen eingeleitet hat:

An der Ringstraße Haidforst, wo sich früher ein Spielplatz befand, will die Stadt ein drei- bis viergeschoßiges Mietshaus errichten lassen. Das Grundstück gehört der Kommune bereits. Außerdem plant die Baugenossenschaft Haidforst an der Ostseite der Watzmannstraße einen weiteren Wohnblock mit fünf Geschoßen. Auch die sogenannte Fünferpfanne in der Au wurde vergangenes Jahr verkauft - 18 bis 20 Wohnungen will ein Investor in dem Gebäude errichten.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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