Bericht der Traunsteiner Verkehrspolizei

Sonntägliche Autofahrer sind nicht um Ausrede verlegen...

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Landkreis - Dass für manche Autofahrer der Sonntag kein Tag der Ruhe und Entschleunigung war, konnte am Nachmittag eine Streife der Verkehrspolizei Traunstein auf der Autobahn A8 feststellen. Mit einem Video-Fahrzeug wurden zahlreiche Raser und Drängler aufgenommen und angezeigt. Zwei davon taten sich mit ihren Ausreden besonders hervor.

Gegen 14.45 Uhr fiel ein 58-jähriger Österreicher mit seinem BMW X5 auf, der es zunächst mit dem Abstand nicht so genau nahm, weshalb sich die Streife an seine Fersen heftete. Auch mehrere Geschwindigkeitsbeschränkungen zwischen Anger und dem Grenzübergang galten für ihn offensichtlich nicht und wurde deshalb im Baustellenbereich mit mehr als 60 km/h zu schnell gemessen. Da es im offensichtlich dennoch auf der linken Spur nicht schnell genug ging, überholte er kurzerhand zwei Fahrzeuge verbotswidrig rechts. Als die Streife in schließlich zur Rede stellte, war ihm sein Fehlverhalten wohl bewußt und er zeigte Einsicht. 

Für sein Rechtsüberholen hatte er jedoch sofort eine Erklärung parat. Er transportiere in seinem Kofferraum mehrere Träger Bier und hätte dadurch ein etwaiges Scheppern der Flaschen bei einem Abbremsen vermeiden wollen. Da an der Art des Biertransport nichts auszusetzen war, hätte vermutlich ein angepasstes und vorausschauendes Fahren auch ein Scheppern verhindert. Das nun zu erwartende Fahrverbot von zwei Monaten und ein Bußgeld von 500 Euro hätte es allemal verhindert.

Drängler klebte an Stoßstange des Vordermanns

Nur knapp eine halbe Stunde später fuhr ein 47-jähriger Tscheche mit seinem BMW 530 nach der Grenzkontrolle im flotten Fahrstil in Richtung München. Dies fiel auch der Video-Streife auf, die nach der vorangegangenen Anzeigenaufnahme am Grenzübergang gewendet hatte. Er erweckte den Eindruck, als würden für ihn die Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht gelten. Auch wenn diese nur die Hälfte derer des Österreichers ausmachten, setzte er mit fortwährenden Abstandsunterschreitungen zu den Vorausfahrenden seinen bußgeldrechtlichen Schwerpunkt. Nach der Rastanlage Hochfelln konnte die Streife bei einer Geschwindigkeit von mehr als 120 km/h lediglich einen Abstand von weniger als 12 Metern über mehrere 100 Meter feststellen. 

Um dieser Fahrweise ein Ende zu bereiten wurde der BMW-Fahrer an der Anschlußstelle Grabenstätt angehalten und ihm das Video seiner Fahrweise durch die Beamten vorgeführt. Sichtlich erschrocken, gab er als Grund für seinen Fahrstil die vorangegangene Wartezeit an der Grenzkontrolle als Entschuldigung an. Dass dies jedoch so nicht geduldet werden konnte musste er letztlich auch kleinlaut eingestehen. Ihn erwartet ebenso ein zweimonatiges Fahrverbot und ein Bußgeld von 300 Euro, das er schon vor Ort bezahlen durfte.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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