Begrüßung mit Schnaps

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Gebirgsschützenhauptmann Paul Walde (Mitte) lud Stadtpfarrer Georg Lindl und Oberbürgermeister Manfred Kösterke zu einem Willkommensschnapserl ein.

Traunstein - Mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Oswald wurde der Nachfolger von Sebastian Heindl in sein Amt eingeführt.

Georg Lindl ist nun Pfarrer von St. Oswald, Pfarradministrator von Haslach und Kammer sowie Leiter der Stadtkirche.

Im Beisein vieler Gläubiger übergab Dekan Konrad Kronast ihm zu Beginn des Gottesdienstes die von Dr. Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, unterzeichnete Ernennungsurkunde. Lindl bat die Menschen um Vertrauen für die gemeinsame Arbeit.

Kronast sprach von "einem ganz wichtigen und frohen Anlass für St. Oswald und die Stadtkirche Traunstein". "Ich danke dir für die Bereitschaft, nach Traunstein zu kommen", betonte der Dekan, der ihm viel Kraft, gute Gesundheit und Gottes Se-gen für seine kommenden Aufgaben wünschte. Stadtpfarrer Heindl dankte er für seinen 16-jährigen unermüdlichen Einsatz in Traunstein.

In seiner Predigt mahnte Lindl, dass jeder Gutes tun solle um seiner selbst willen. Andernfalls sei der Selbstzweck Ziel und Hintergrund der guten Tat. Auch Jesus nehme zur Kenntnis, dass von den zehn geheilten Aussätzigen nur einer aus Samaria zurückkehre, um Gott zu danken. Niemand stehe gerne in der "Dankesschuld", deshalb ließen sich Menschen oft nicht helfen. "Aber danken macht uns selbst reich."

Für den Dank brauche man einen Adressaten. "Ein Mensch ohne Gott hat keinen Adressaten", sagte Lindl. Wer Gott nicht danken könne, der führe eine jämmerliche Existenz. Von den Aussätzigen habe nur einer verstanden, dass sich etwas verändert habe. "Danken heißt erfahren und sich bewusst sein, dass Gott es immer gut mit uns meint", sagte Lindl.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke sagte: "Sie passen nicht nur dem Namen nach, sondern auch dem Wesen nach zu Traunstein." Stadtpfarrer Heindl habe sich um die vier Pfarreien in der Stadt verdient gemacht und deutliche Spuren hinterlassen. Lindl übernehme diese Aufgabe in einer Zeit, in der es die Kirche nicht leicht habe. "Aber Sie haben die Möglichkeit, auch am Stadtgeschehen mitzuwirken." Für seine neue Tätigkeit wünschte er Lindl viel Freude, Kreativität, Geduld und die Unterstützung der Menschen.

Grüße und Willkommensgeschenke überbrachte Pfarrer Sebastian Stahl als Vertreter der evangelischen Auferstehungsgemeinde Traunstein. Er hoffte, dass die Ökumene weiter gehen werde, zumal er mit Lindl bereits zwei ökumenische Gottesdienste gefeiert habe.

Vor dem Kirchenportal schoss die Gebirgsschützenkompanie Traunstein anschließend einen dreifachen Ehrensalut und empfing ihn mit dem obligatorischen Schnapserl der Marketenderinnen. Lindl zeigte sich gegenüber Hauptmann Paul Walde sehr erfreut über den akustischen Willkommensgruß der Schützen. Beim anschließenden Empfang im Pfarrsaal hatten die Gläubigen dann die Gelegenheit, den "neuen Lindl" im persönlichen Gespräch näher kennen zu lernen.

bjr/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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