Rotes Kreuz Traunstein: Bewerber können Zivis ersetzen

Bufdis für das BRK

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Traunstein - Die Lücke, die die Zivis hinterlassen haben, schmerzt noch immer. Jetzt aber wurden dem BRK im Landkreis erstmals Stellen für den Bundesfreiwilligendienst zugeteilt.

Seit die letzten Zivis den Traunsteiner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) verlassen haben, versuchten die Verantwortlichen, sie durch mehr Zeitverträge und nebenamtliche Helfer zu ersetzen.

Jetzt wurden dem Roten Kreuz im Landkreis erstmals zwei Stellen für den Bundesfreiwilligendienst zugeteilt. Ab sofort können sich Interessierte für die Ausbildung im Rettungsdienst bewerben.

Und ab sofort könnten BFDler, also Bewerber für den Bundesfreiwilligendienst, die Zivis beim Roten Kreuz ersetzen. Henning Hartenberger, der bisher für die Zivis beim Traunsteiner BRK zuständig war, wird sich künftig um die BFDler kümmern. Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 19 Jahren, Führerschein der Klasse B mit mindestens einem Jahr Fahrpraxis - ohne Begleitendes Fahren - und Wohnsitz in der Traunsteiner Region. Wichtig für Henning Hartenberger sind aber auch die gesundheitliche Eignung, die Bereitschaft zum Schichtdienst und "Verständnis und Geschick im Umgang mit kranken und alten Menschen."

Außerdem sollten sich die Bewerber dazu verpflichten, ihren Dienst beim Roten Kreuz für mindestens ein Jahr zu planen, denn vor dem Einsatz im Rettungsdienst erfahren sie eine intensive Ausbildung - ähnlich wie die früheren Zivis: Nach einer Einweisung im Traunsteiner BRK-Kreisverband verbringen sie vier Wochen auf einer Augsburger Schule, wo sie die Ausbildung zum Rettungsdienst-Helfer bestehen müssen. Dann fahren sie vier Wochen lang als "dritter Mann" im Rettungstransportwagen mit und lernen die Abläufe bei einem Notfall kennen. Ab dem dritten Monat sitzen sie dann als verantwortlicher Fahrer hinter dem Steuer eines der mächtigen Rettungswagen.

BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer hofft mit den neuen BFDlern die Zivi-Lücke nach und nach zu schließen. "Wir bieten motivierten Menschen eine große Chance", erklärt er und Alex Kramer bringt es auf den Punkt: "Man lernt hier unwahrscheinlich viel - vor allem lernt man sich selbst kennen und begreift, was wirklich wichtig ist im Leben."

cs/Chiengau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © pa

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