Alter Standort ist verbaut

So will ein Traunreuter das Volksfest 2016 noch retten

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Traunreut - Wie es 2017 weitergeht steht noch nicht fest, aber beschlossene Sache ist eigentlich: Heuer wird es kein Volksfest in der Stadt geben. Ein Traunreuter versucht jetzt mit einer Petition gegenzusteuern.

Die Entscheidung des Traunreuter Hauptausschusses im Januar war für viele schmerzhaft: Weil am alten Volksfestplatz nun Asylbewerberheime stehen kann dort heuer kein Volksfest ausgerichtet werden. Ein Alternativstandort wäre der Platz an der Eichendorffstraße gewesen - doch die zusätzlichen 111.000 Euro, um das Gelände herzurichten, wollten die Ausschussmitglieder nicht lockermachen

"Viele Bürger finden es sehr schade, da es Vorschläge für entsprechende Ersatzflächen gegeben hätte, die trotzdem im Hauptausschuss abgelehnt wurden. Wir wollen mit dieser Petition erreichen, dass ein Volksfest stattfindet, das Tradition, Menschen und Spaß miteinander vereint", meint nun aber Florian Brandl. Am Dienstagabend startete er eine Online-Petition mit klarem Anliegen.

"Das gehört einfach dazu"

44 Unterstützer hat er bis Mittwochmittag schon gefunden, die seine Petition unterschrieben haben: "Wir sind die größte Stadt im Landkreis, da gehört sowas einfach dazu", meint beispielsweise Unterstützer Markus Bielz. Langfristig denkt er an einen Volksfestplatz, der etwas größer als der bisherige war. 

Fakt ist: In sechs Sitzungen beriet eine eigene Arbeitsgruppe darüber, ob die Eichendorffstraße als künftiger Standort in Frage käme. Zuerst sprach man sich dafür aus. Doch angesichts der hohen Kosten für Strom- und Wasseranschlüsse, Trafohäuschen und Vorbereitungsarbeiten wich auch die Arbeitsgruppe von der Eichendorffstraße wieder ab. Auch abzusehende Wohnbebauung und Anwohnerbeschwerden würden gegen den Standort sprechen, so Stadtrat Ziegler damals.

Auch Rathausplatz war als Standort im Gespräch

Stadtrat Dangschat wollte zumindest noch prüfen lassen, ob ein Volksfest mittels mobiler Infrastruktur an der Eichendorffstraße möglich wäre - ähnlich wie bei kleinen Festen und Bierzelten auf dem Land. Ihm schwebten Kosten von 15.000 Euro vor. Doch wegen dem hohen Strombedarf der Schausteller waren die restlichen Hauptausschussmitglieder skeptisch und lehnten seinen Antrag ab.

Der Hauptausschuss einigte sich im Januar schließlich darauf, die Arbeitsgruppe wieder auf Standortsuche zu schicken. Auch der Rathausplatz war als möglicher Standort bereits im Gespräch. Das Problem dabei: Die Straße müsste wohl für mehrere Tage gesperrt werden. Trotzdem: Florian Brandl will möglichst viele Unterschriften zusammenbekommen, um den Druck auf Bürgermeister Ritter zu erhöhen und um einen neuen Volksfestplatz zu bekommen - "das haben sich die Menschen verdient".

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Traunreut

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser