5 Jahre Bauzeit: Gelände um Aldi und K1 wird völlig neu

Bestimmt Aldi die Bauplanung des "Munaparks"?

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So sehen die Pläne für den "Munapark" im Detail aus: An den Eckpunkten fünfgeschoßige Gebäude mit Handel im Erdgeschoß und darüber Wohnungen. Im Nordosten soll ein Hotel entstehen. Südlich von Aldi, an der Eichendorffstraße, sollen ein Drogerie- und ein Textilhändler angesiedelt werden.

Traunreut - Nun sind die Pläne für den "Munapark" rund um Aldi und K1 gereift: Neben neuem Gewerbe kommen auch Wohnungen. Der Discounter setzte sich in den Verhandlungen aber wohl weitestgehend durch.

Das Gelände rund um Aldi, K1 und altem Bauhof wird völlig umgekrempelt. Die Pläne dazu wurden am Mittwoch dem Traunreuter Bauausschuss vorgestellt. Es geht um eine Fläche von insgesamt 46.000 Quadratmetern

- Zentrum des Areals wird eine völlig neue und größere Aldi-Filiale. Westlich davon, hin zum Trauring, entsteht dafür ein Parkplatz mit 154 Stellplätzen. Zum Vergleich: Momentan hat Aldi 90 Stellplätze. Fast 1900 Quadratmeter soll der Discounter dann groß sein.

- Südlich von Aldi, an der Eichendorffstraße, sollen ein Textil-Handelsgeschäft und ein Drogeriemarkt angesiedelt werden, sowie Wohnungen entstehen. Es werden drei- bis fünfgeschoßige Gebäude.

- Nördlich von Aldi, entlang von Traunring und Munastraße, sollen ebenfalls Wohnungen gebaut werden sowie Handelsflächen frei werden. Nördlich des K1 soll ein Hotel angesiedelt werden.

So sieht der Zeitplan aus

Das Gelände aktuell aus der Vogelperspektive. Außer Aldi und K1 wird das meiste abgerissen.

Mit dem Abbruch der Gebäude, unter anderem dem alten Bauhof, soll möglichst noch heuer begonnen werden. Bis Mitte 2018 sollen alle Abbrucharbeiten auf dem Gelände abgeschlossen sein. Auf dem jetzigen Bauhofgelände ist ein Provisorium für Aldi geplant. Wenn das steht, kann der Abbruch bei Aldi beginnen. Die endgültige Fertigstellung aller Baumaßnahmen wird für September 2021 erwartet.

Über Pläne wurde mehrmals verhandelt

"Die Bebauungspläne haben sich gegenüber den alten deutlich verändert", gestand auch Architektin Anne Beer: Beispielsweise stehen dem K1 weniger Parkplätze zur Verfügung, auf ein Parkhaus wird verzichtet und der Bau, in dem sich Aldi befinden wird, sollte eigentlich dreigeschoßig werden - damit die Stadt darüber weitere Nutzungsflächen hat. Doch im Voraus wurde wohl hart verhandelt.

Aldi hat bei den Verhandlungen klar gemacht, dass man einen unterschiedlich genutzten, dreigeschoßigen Bau "nicht akzeptiert". Der Handelsriese bestand darauf, dass in seinem zentralen Gebäude nur er untergebracht ist. Denn man hat einen ganz bestimmten Gebäudetypus im Kopf, eine moderne Bauart, die der Discounter durchsetzen will. Aldi wird dann in etwa so hoch wie das K1.

"Mich stört, dass Aldi die ganze Planung mitbestimmt"

Aldi wird künftig noch deutlicher ins Zentrum des Geländes rücken. Hier die jetzige Filiale.

Auch ein insgesamt kleinerer Bau in der Grundfläche wurde mit Aldi besprochen, auch das wurde vom Discounter abgelehnt. "Schade, dass Aldi die ganze Planung mitbestimmt hat, das stört mich", gab zweiter Bürgermeister Dangschat offen zu. Auch die Parkplatzplanung bei Aldi gefiel vielen nicht: Der große, zum Traunring offene Parkplatz habe "Stadtrandcharakter": "So plant man ein Einkaufszentrum auf der grünen Wiese, aber nicht im Zentrum." Architektin Beer gab zu Bedenken, dass man das bei Aldi anders sehen: "Die sehen in Traunreut sicher keine Großstadt."

Gut kam dafür an, dass in den neuen Plänen über das ganze Areal verteilt wesentlich mehr Wohnungen vorgesehen sind. Mit einer Gegenstimme wurde dem Konzept im Bauausschuss zugestimmt.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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