Weiter Diskussionen um Rathausplatz

Welche Bürger-Ideen beachten, welche nicht? "Wird ein Riesen-Akt"

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Traunreut - Die Diskussionen um die Neugestaltung des Rathausplatzes gehen weiter: Nach dem Bürger-Dialog Ende Oktober wird nun überlegt, wie die Vorschläge am besten berücksichtigt werden könnten.

Über ein halbes Jahr wird nun schon hin und her überlegt, wie der Rathausplatz künftig besser gestaltet werden könnte. Nachdem Bürgermeister Klaus Ritter nach den ersten Vorschlägen der Stadt jede Menge Zuschriften aus der Bevölkerung dazu bekam, wurde Ende Oktober bereits ein Bürgerdialog abgehalten. Nur an die 50 Traunreuter kamen dazu ins K1 - vorgeschlagen wurden unter anderem:

- Mehr Bäume bzw. allgemein mehr Begrünung, zum Beispiel mobile Blumeninseln

- Ein Wasserlauf, wie beispielsweise am Traunsteiner Bahnhof

- Ein Mittelpunkt, sei es ein Brunnen oder eine Skulptur

- Bunte Pflastersteine bzw. eine für Schachspieler geeignete Pflasterung

- Bewegliche Sitzplätze

Am Mittwochabend sprach sich nun der Traunreuter Bauausschuss dafür aus, die Ideen aus der Bevölkerung zu berücksichtigen. Geschlossen sprach man sich dafür aus, einen Planer für den Rathausplatz zu engagieren: "Der soll versuchen, die Ideen der Bürger einzuarbeiten", so Klaus Ritter.

Nicht alle Bevölkerungswünsche werden berücksichtigt

Doch eine wichtige Einschränkung gibt es: Es sollen nur Ideen in die Planung mit aufgenommen werden, die die Funktionalität des Rathausplatzes nicht einschränken. Schon während dem Bürgerdialog Ende Oktober wurde dieses Dilemma deutlich: 60 bis 80 Veranstaltungen finden jährlich auf dem Platz statt. Durch mehr Bäume oder fixe, zentrale Punkte könnten viele davon wohl nicht mehr stattfinden.

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Auch Stadtrat Danner sprach sich dafür aus: "Wenn wir die Bevölkerungswünsche nicht filtern, müsste sich der Planer komplett mit einer Neubegrünung oder einem gänzlich neuen Beleuchtungskonzept auseinandersetzen." Stadtrat Seitlinger war außerdem der Meinung, dass die Bürger, deren Vorschläge nicht berücksichtigt werden können, im Gegenzug eine Begründung von der Stadt erhalten sollen: "Aber nur die, die auch beim Bürgerdialog dabei waren - nicht die Leserbriefschreiber." Bürgermeister Ritter sah dabei einen "Riesen-Akt" auf sich zukommen. 

Die bisherigen Ideen der Stadt

Es hängt also vom neuen Planer und dem abschließenden Votum des Stadtrates ab, welche Bürgerwünsche am Rathausplatz dann tatsächlich verwirklicht werden. Bisher sprach sich das Gremium für eine Pflasterung des südlichen Teils, eine neu gepflanzte Eiche und rund um den Platz neue Fahrradständer, Motorradparkplätze und E-Bike-Ladestationen aus. Die "Funktionsschirme" sollen stehen bleiben.

Gibt es eine Lösung für die Verkehrsproblematik?

Angesprochen wurde im Bauausschuss auch die Verkehrssituation über den Rathausplatz, nachdem sich beim Bürgerdialog manche über "Raser" beschwert hatten. Bei der Straße handelt es sich um eine Staatsstraße, Besitzer ist das Staatliche Bauamt Traunstein. Eine Fußgängerzone ist wohl ausgeschlossen, doch mit dem Staatlichen Bauamt soll nun über eine Lösung der Verkehrsproblematik verhandelt werden

xe

Quelle: chiemgau24.de

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