Nach beschlossener Standort-Schließung 2017

Flüchtlingsheime? Stadt will klare Regeln für Coca-Cola-Areal

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Den Logistikstandort in Traunreut wird Coca-Cola zum 1. Juni 2017 schließen - doch was passiert dann mit dem Gelände?

Traunreut - Nachdem Coca-Cola den Abschied aus Traunreut beschlossen hat, stellt sich die Frage, was mit dem Gelände passiert: Die Stadt will nun klare Regeln für das Gebiet an der Siemens-Straße. *Mit Voting*

Zum 1. Juni 2017 wird das Areal von Coca-Cola an der Werner-von-Siemens-Straße frei. Der Konzern wird es wohl verkaufen. Die Stadt will nun Einfluss darauf nehmen, wie es auf dem Gelände weitergeht. Auf der Bauausschusssitzung am Mittwoch sprach man sich für klare Regeln aus - nicht nur für das Coca-Cola-Gelände, sondern gleich für das ganze Gebiet an der Siemens-Straße unterhalb des Friedhofs.

Die Stadt will nicht noch mehr Unterkünfte

Traunreut habe ohnehin schon einen "überproportionalen Bestand" an Flüchtlingsunterkünften, wie Bürgermeister Ritter sagte. Daher will man "Anlagen für soziale Zwecke", also Wohnbebauung allgemein, nun von Vornherein im Bebauungsplan ausschließen. Der Bauausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, endgültig entscheiden wird der Stadtrat.

An der Porschestraße musste im Juni einer Flüchtlingsunterkunft zugestimmt werden.

348 Asylbewerber wohnen derzeit in der Stadt - damit ist Traunreut der Spitzenreiter im Landkreis. Außerdem ist ein neues Flüchtlingsheim an der Porschestraße momentan im Entstehen. Weitere 60 Personen können dort untergebracht werden. Genau jener Fall des Flüchtlingsheimes an der Porschestraße, der ehemaligen Lebenshilfe, war es, der den Bauausschuss so vorsichtig werden ließ

Ursprünglich wollte man wegen der Lage im Gewerbegebiet auch dort keine  Asylbewerberunterkunft. Doch das Landratsamt machte Druck: In Ausnahmefällen könnten in Gewerbegebieten durchaus Flüchtlingsheime gebaut werden, die Stadt habe "die Pflicht" dem Heim zuzustimmen. Soweit wollte man es auf dem Coca-Cola-Gelände nun also erst gar nicht kommen lassen.

Klare Regeln auch für Gewerbeansiedlungen

Die neuen Regeln sollen für den Bereich an der Siemens-Straße zwischen den Kreuzungen gelten.

Auch auf das umliegende Gewerbe zwischen den beiden Kreuzungen will die Stadt mehr Einfluss nehmen: Um den Handel in der Innenstadt nicht weiter zu gefährden, sprach sich der Bauaussschuss mit drei Gegenstimmen dafür aus, nur noch bestimmte Sortimentsgruppen in dem Bereich an der Siemens-Straße zuzulassen - also keine innenstadtrelevanten Sortimente oder Waren der Nahversorgung. In Frage kommen dann beispielsweise nur noch Geschäfte für Baumarkt- oder Gartenartikel, Küchen, Möbel, Fahrräder oder Boote. Auch hier wird der Stadtrat das letzte Wort haben. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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