Die "Traun-Narrischen" suchen händeringend Hilfe

Droht jetzt auch Absage für Traunreuter Faschingszug?

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Traunreut - Schon die Absage des Traunsteiner Faschingszugs war ein Schock für die Narren in der Region - finden die "Traun-Narrischen" keinen Unterstellplatz für den Faschingswagen könnte auch ihr Umzug in Gefahr geraten.

Am 26. Februar 2017 sollte er eigentlich wieder steigen, der Traunreuter Faschingszug. Doch langsam ziehen dunkle Wolken auf. Der Hintergrund: Der Traunreuter Faschingsverein "Die Traun-Narrischen" findet keinen Unterstellplatz für seinen Wagen. Wenn es hart auf hart kommt will der Verein im kommenden Jahr keinen Faschingszug in Traunreut anmelden: "Um ein Zeichen zu setzen", wie Vorstand Manfred Steinbach sagt. 

"Nur als Fußgruppe war's bissl peinlich"

"Es gab schon Gespräche mit der Stadt, ob wir den alten Bauhof nutzen können. Aber daraus wurde nichts, das stinkt uns", so Manfred Steinbach. Das Gelände wird völlig neu überplant, eigentlich sollte noch heuer der alte Bauhof abgerissen werden. Trotzdem: "Es ist wirklich traurig, dass uns in Traunreut die Unterstützung fehlt."

So sieht der neue Umzugswagen aus.

Die "Traun-Narrischen" haben dem Traunreuter Faschingszug in den vergangenen Jahren wieder Leben eingehaucht. Insgesamt 60 Mitglieder hat man, davon 15 Aktive. Den neuen, großen Faschingswagen besorgte man sich kurz nach Ende der Faschingssaison 2016 - darum war man heuer nur als Fußgruppe bei den Umzügen unterwegs: "Schon ein bissl peinlich", wie Steinbach sagt. Das Problem: Nach der Abgabe des alten Faschingswagens wollte man vor dem Kauf erst einen sicheren Unterstellplatz finden.

So kann dem Verein geholfen werden

Momentan hat der Verein seinen Faschingswagen in Winhöring bei Altötting stehen, jedoch schlecht wettergeschützt, so dass das Gefährt langsam droht, kaputt zu gehen - und das obwohl man den Wagen noch nie auf einem Umzug präsentieren konnte. Nun sucht man nach einem Stellplatz in einem 30-Kilometer-Radius um Traunreut, möglichst eine Halle.

Mindestens zehn Meter lang sollte der Unterstellplatz sein und fünf bis sechs Meter breit, um am Wagen bauen zu können. Die Einfahrtshöhe sollte mindestens 3,70 Meter betragen. "Wir nutzen die Halle unterm Strich eh nur drei bis vier Monate in der Faschingszeit. Die restliche Zeit steht er nur", so Steinbach. 150 bis 180 Euro monatlich könnte der Faschingsverein zahlen. Wichtig wäre auch, dass die "Traun-Narrischen" jederzeit Zugang zur Halle haben könnten.

Auch in Traunstein wurde Faschingszug schon abgesagt

Etwa bis Mitte Dezember will man noch suchen, ansonsten könnte der Verein zum letzten Mittel greifen und den Traunreuter Umzug für 2017 absagen. Schon der Traunsteiner Faschingsverein "Veitsgroma Zunft" machte es zuletzt vor: Auch sie sagten ihren Faschingsumzug im kommenden Jahr ab.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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