Startschuss für Bodensanierung

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Traunreut - Eine feierliche Veranstaltung in der Aula der Walter-Mohr-Realschule in Traunreut und ein Spatenstich haben am Mittwoch den Beginn der Sanierung der „Muna“ eingeläutet. chiemgau24.de war für Sie dabei. **Video**

Den Spatenstich setzten Landrat Hermann Steinmaßl, Traunreuts Bürgermeister Franz Parzinger und Ministerialdirigent Ludwog Kohler.

Im Stadtgebiet von Traunreut befand sich in dem Zeitraum 1939 – 1945 die durch die Deutsche Wehrmacht genutzte Heersmunitionsanstalt St. Georgen, u.a. mit diversen Munitionsbunkern unterschiedlicher Größe und Funktion. Nach deren Auflösung im Jahre 1945 wurde die Anstalt St. Georgen durch die Amerikanischen Streitkräfte zur Demilitarisierung und Vernichtung von konventioneller Munition und chemischen Kampfstoffen genutzt. Nach Abschluss dieser Maßnahmen im Jahre 1951 begann auf dem konventionellen Teil der ehemaligen HMA St. Georgen der Aufbau der Stadt Traunreut. Aufgrund des bestehenden Verdachts auf Kampfmittel/Munition bzw. Kampfstoffreste wurden für das Gesamtgelände der ehemaligen HMA St. Georgen zunächst historische Erkundungen durch Preuß (2000) und die IABG (2001) durchgeführt. Auf den Erkenntnissen dieser historischen Recherchen, die einen Altlastenverdacht für mehr als 54 Verdachtsflächen auf ca. 450 Flurstücken ausgewiesen hat, wurde im Zeitraum von 2005 - 2007 im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein eine Orientierende Untersuchung durchgeführt. In deren Ergebnis konnte für 343 Flurstücke der Altlastenverdacht ausgeräumt werden. Für 107 Flurstücke wurde durch den Freistaat Bayern, vertreten durch das Landratsamt Traunstein, eine Detailuntersuchung durchgeführt. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass von diesen keine Gefahren ausgingen.

Nach Abschluss der Detailuntersuchung wurde die Bearbeitung für 75 Flurstücke,von denen 62 Flurstücke im Wohngebiet der Stadt Traunreut liegen, auf Stufe der Sanierungsuntersuchung weitergeführt. Die Bearbeitung wurde im Weiteren in Wohn- und Industriegebiet getrennt, wobei für eine Vergrabung von Resten aus der Kampfstoffvernichtung die Sanierung vorgezogen vorbereitet wurde. Im Ergebnis der Sanierungsuntersuchung für das Wohngebiet wurden offene Fragen durch eine ergänzende Untersuchung beantwortet sowie die Maßnahmewerte und Sanierungsziele erarbeitet und abgestimmt. Nach diesen Untersuchungen und gutachterlichen Bewertungen ergab sich für 32 Flurstücke das Erfordernis, eine Bodensanierung zur Gefahrenabwehr für die Pfade Boden-Mensch und Boden-Nutzpflanze vorzunehmen. Die Eröffnung der Sanierung umfasst die ersten Abschnitte mit den Grundstücken im Wohngebiet sowie die Vergrabung von Resten der Kampfstoffvernichtung auf dem Gelände von SITECO.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © df

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