Sportzentrum Empfing: Planungsauftrag vergeben

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Traunstein - Der Stadtrat hat am Donnerstag den Planungsauftrag für das neue Sportzentrum in Empfing vergeben und in nicht-öffentlicher Sitzung der Finanzierung des Vorhabens zugestimmt.

Mit einem Anteil von bis zu 3,4 Millionen Euro leistet die Stadt Traunstein den größten finanziellen Beitrag zu dem Vorhaben, das sowohl den Traunsteiner Vereinen als auch den städtischen Schulen neue sportliche Möglichkeiten eröffnen soll. Der Finanzierungsanteil der Stadt setzt sich aus den Investitionskosten für das Stadiongebäude, aus Zuschüssen an die Vereine und aus den Kosten der Zwischenfinanzierung zusammen und wird durch den Verkauf des Triftstadions finanziert. Oberbürgermeister Manfred Kösterke sprach nach der dreistündigen Marathon-Sitzung im Stadtrat von einer zukunftsweisenden Entscheidung für die Schulen, den Sport und die Stadtentwicklung in Traunstein. „Endlich bekommt die Stadt ein Sportzentrum, das heutigen Anforderungen entspricht und einer Großen Kreisstadt auch angemessen ist“, so der Oberbürgermeister. Optimal sei auch die aktuelle Entscheidung des Kreisausschusses, zeitgleich für die weiterführenden Schulen eine moderne Schulsportanlage auf Landkreisgrund zu errichten.

Nach aktuellen Berechnungen betragen die Kosten für den eigentlichen Stadionbau einschließlich aller Nebenkosten rund 2,4 Millionen Euro. Den Planungsauftrag vergab der Stadtrat an die Planungsgruppe Strasser & Partner, die im Zuge der Fusionsverhandlungen der Vereine FC Traunstein, ESV Traunstein und JFG Chiemgau ein überzeugendes Konzept vorgestellt hatte. Baumaßnahme der Stadt ist die Errichtung eines zentralen Funktionsgebäudes mit Schulungsräumen und Tribüne, das auch im städtischen Eigentum verbleibt. Die Vereine übernehmen als eigene Maßnahme den Bau der Sportplätze, ebenfalls auf Stadtgrund. Zeitgleich , aber als eigene Maßnahme plant der Landkreis den Umbau des ESV-Stadions zu einer Leichtathletik-Anlage mit Tartan-Bahn, die vor allem für den Sportunterreicht benötigt werden. Vor der Abstimmung im Stadtrat berichtete Kösterke, dass der Kreisausschuss am Dienstag dem Bau einer Schulsportanlage auf dem ESV-Platz zugestimmt hat. „Ohne diese Verbesserung für den Schulsport hätte der Stadtrat wohl nicht zugestimmt“, machte Kösterke deutlich und dankte dem Landkreis für das positive Signal rechtzeitig vor der Entscheidung im Stadtrat.

Mit deutlicher Mehrheit wurden auch im Stadtrat die Grundsatzbeschlüsse getroffen, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Die Auftragsvergaben im öffentlichen Teil der Sitzung standen noch unter dem Vorbehalt, dass der komplette Finanzierungsanteil der Stadt mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Triftstadions finanziert und zunächst über eine Bürgschaft abgesichert werden kann. Den Zuschlag für 3,65 Millionen Euro erhielt in nicht-öffentlicher Sitzung die Firma Swietelsky, die auf dem rund 17.000 Hektar großen Gelände ein neues Wohngebiet mit einhundert Wohneinheiten plant. Der Kaufpreis sichert der Stadt einen finanziellen Spielraum von 10 Prozent, sollten im Zuge der Maßnahme weitere unvorhergesehene Kosten entstehen. In diesem Fall wären auch Einsparungen durch eine Verringerung der Fläche und Raumausstattung möglich.

Einverstanden zeigte sich der Stadtrat auch mit dem Konzept der Firma Swietelsky für das neue Wohngebiet, durch das ein attraktives Quartier in Zentrumsnähe entstehen wird. Mit Swietelsky kommt ein Unternehmen zum Zuge, das seine deutsche Firmenzentrale in Traunstein hat. Der Oberbürgermeister betonte, dass durch den Wohnungsbau positive Impulse sowohl für die Stadtentwicklung als auch für die heimische Bauwirtschaft ausgehen. Insgesamt würden von privater Seite Investitionen in der Größenordnung von 25 bis 30 Millionen Euro getätigt, so dass man durchaus von einem „Konjunkturpaket für Traunstein sprechen könne“, so Kösterke. Ein zusätzlicher Vorteil für die Stadt seien die zusätzlichen Steuereinnahmen und die Kaufkraftsteigerung durch die Einwohner des neuen Wohngebiets.

In einem weiteren Beschluss brachte der Stadtrat auch das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren auf den Weg, nachdem ein Expertengutachten zu dem Ergebnis gekommen war, dass durch den Bau der Sportanlagen die Hochwassersituation an der Traun weder für die Unter- noch für die Oberlieger verändert wird. „Das war die wesentliche Voraussetzung, weil für unsere Bürger, wie auch für unsere Nachbarn an der Traun keinesfalls eine Verschlechterung eintreten darf“, betonte der Oberbürgermeister. Das Stadiongebäude und die Schulsportanlage des Landkreises können außerhalb des Bereichs eines hundertjährigen Hochwassers gebaut werden, ohne dadurch insgesamt den Retentionsraum zu verkleinern. Sollte das wasserrechtliche Verfahren wie erhofft positiv verlaufen, kann die Umsetzung des Vorhabens voraussichtlich nächstes Jahr beginnen.

Pressemitteilung STADT TRAUNSTEIN

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser