Sonargeräte unterstützen die Wasserwacht

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Traunstein/Landkreis - Mit zwei neuen Sonargeräten startet die Kreiswasserwacht des BRK in die Badesaison. Die 19 Ortsgruppen verteilen sich an Seen, Freibädern und am Fluss.

Nach einem ruhigen Winterhalbjahr hatten einige Wasserwachten bereits ihre ersten Einsätze, wie eine Vermisstensuche am Chiemsee. Viele Wochen, bevor die Boote aus dem Winter­schlaf geholt worden waren, bereiteten sich die Aktiven der Wasserwacht auf die Sommersaison vor. Dazu zählen etwa die Aus­bildungen zum Wasserretter, die im Moment in Übersee stattfinden, die Schulungen zum Rettungsschwimmer - für die Herz­-Lungen-­Wiederbelebung, den Einsatz eines Defibrillators sowie für die neuen Sonargeräte. Die ruhigen Winter­monate wurden auch für Arbeiten rund um die Stationen genutzt: So stellten die Überseer ihren Trockenraum fertig und bauten einen neuen Steg vor der Wasserwachtshütte. Mit über 2500 Mitgliedern ist Traunstein die größte Kreiswasserwacht in Deutschland.

Die Sonargeräte, die künftig Suchaktionen im Wasser unterstützen, befinden sich bei der mobilen Schnelleinsatzgruppe der Wasserwacht in Obing und bei der Wasserwacht Tengling-Törring. „Sie können jederzeit über die Integrierte Leitstelle Traunstein angefordert werden und sind so im ganzen Landkreis einsetzbar“, erklärt der Vorsitzende der Kreiswasserwacht, Hans-Michael Weisky. „Diese Geräte, die vom Landkreis bezuschusst worden sind, werden uns vor allem bei der Suche nach Personen sehr helfen.“ Mit einer speziellen Schallmesstechnik können die Sonargeräte Gegenstände unter Wasser orten. Thomas Hilscher, technischer Leiter der Wasserwacht Tengling-Törring, ist begeistert: „Das Sonargerät kann bis zu einer Tiefe von 45 Metern eingesetzt werden. Es macht Strukturen sichtbar, die sonst in undurchsichtigem Wasser nicht möglich wären.“

Mit mehr als 21.500 Einsatzstunden der Wasserwachtler in der Wasserrettung und dem Sanitäts- und Wachdienst blieb die Zahl im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich. „Auch die 541 Erste-Hilfe- Leistungen sind gegenüber den Vorjahren fast unverändert“, so Weisky, „nur im letzten Jahr ist die Zahl auf über 800 geschnellt.“

Chieminger auch im Winter aktiv

Ab sofort sind alle Wasserwachtstationen am Wochenende besetzt oder per Notruf alarmierbar. Bei den Chieminger Wasserwachtlern ist das ganze Jahr Saison: Sie ist die einzige Wasserwachtstation am Chiemsee im Traunsteiner Landkreis, die auch im Winter im Einsatz ist. „In diesen Monaten müssen sie manchmal auch die Inseln mitversorgen“, erklärt Hans-Michael Weisky. „Diese ganzjährige Bereitschaft zerrt natürlich an den Kosten, vor allem für Strom, Sprit und Heizung. Diese Ausgaben sind durch die Einsätze nicht gedeckt.“ Um das Finanzloch zu stopfen, sind die Chieminger Wasserwachtler sehr aktiv bei der Suche nach Geldquellen: So feiern sie Anfang Juni mit mehreren Veranstaltungen ihr 50-jähriges Bestehen und hoffen dabei auf viele Eintrittsgelder und Spenden.

Pressemitteilung BRK Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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