Ovationen für Hans Holzner

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Schulleiter Hans Holzner bei seiner Abschiedsrede.

Traunstein - Mit stehenden Ovationen und einem gedichteten Lied ist Hans Holzner, der seit neun Jahren die Berufliche Oberschule (FOS/BOS) Traunstein leitet, in den Ruhestand verabschiedet worden. Die Nachfolge ist noch nicht geregelt.

Vor rund 100 geladenen Gästen aus den umliegenden Schulen, Behörden, dem Lehrerkollegium und einer Reihe von ehemaligen "Weggefährten" ging Holzners ständiger Vertreter, Günther Seibold, auf die positive Grundstimmung an der Schule ein. So habe : "Danke für den Klimawandel." Er habe die Distanz zwischen Schulleitung und dem Kollegium auf ein gutes Maß zusammenschrumpfen lassen: "Die freiwerdende Energie ist den Schülern zu Gute gekommen."

Ministerialbeauftragter Dr. Friedrich Heyder machte deutlich, dass er von der Feier nur bedingt begeistert sei: "Für mich ist es nicht so erfreulich einen so erfolgreichen Schulleiter zu verabschieden." Der Schulleiter habe ein ausgezeichnetes Schulklima geschaffen. "Das trägt zur Motivation der ganzen Schulfamilie bei." Exemplarisch nannte er die Durchsetzung von Seminararbeiten in der 13. Klasse: "Traunstein war und ist für Bayern Vorbild. Hier wurden Maßstäbe gesetzt." Heyder stellte die Bedeutung der Schulform heraus: In der Oberstufe würden im kommenden Jahr über 1100 Schüler in die Schule an der Wasserburger Straße gehen, in der der Verbindung von Theorie und Praxis entscheidende Bedeutung zukomme.

Den beengten Verhältnissen an der Schule, an der insgesamt fünf Zweige angeboten werden, werde man mit einer Sanierung und einem Erweiterungsbau Rechnung tragen. Heyder ging auf die beruflichen Stationen des Ruhpoldingers ein, der nach seiner Ausbildung als Luftverkehrskaufmann und einem BWL-Studium später noch eines der Wirtschaftspädagogik angehängt habe, bevor er über die beruflichen Stationen Altötting, Berufsschule II in Traunstein, der Staatlichen Berufsschule II in Rosenheim 2001 endgültig die Leitung der FOS/ BOS übernommen hatte.

Landrat Hermann Steinmaßl, der Holzner auch die Grüße seines Berchtesgadener Amtskollegen Georg Grabner überbrachte, lobte die Zusammenarbeit mit Holzner: "Sie haben einen Weitblick in ihrem Wirken in der Schule gezeigt." Der Landrat wies auf die Bedeutung der FOS/ BOS hin, bei der ein späterer Start möglich sei. "Die Entscheidung, ob ein Mensch studiert, fällt nicht mit zehn, sondern mit 20 Jahren." 920 Schüler hätten in diesem Schuljahr ihr Abitur gemacht, wobei die Hälfte aus dieser Schule gekommen sei. Ironisch ging er auf die bisher nicht bekannt gegebene Nachfolgeregelung für die nun vakante Position des Schulleiters ein: "Der Postweg aus München ist relativ lang."

Oberbürgermeister Manfred Kösterke wies darauf hin, dass Traunstein zwei besonders wichtige Standortfaktoren habe: Schulen und Gesundheit seien bedeutende Themen für die Stadt, in der es inzwischen 25 verschiedene Schulen gebe.

Holzner ging in seinem Schlusswort auf seine persönliche Devise ein: Schüler sollten die Schule "erhobenen Hauptes betreten und diese erhobenen Hauptes verlassen". Auch er äußerte sich kritisch über die bis zur Verabschiedungsfeier vom Kultusministerium nicht endgültig getroffene oder noch nicht bekannt gegebene Nachfolgeregelung für die seit Dezember 2009 ausgeschriebene Schulleiterposition: "Hier wäre viel Zeit gewesen, einen Nachfolger zu benennen."

wz/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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