In Nußdorfer Jagdrevier

Wildernde Hunde reißen jungen Rehbock

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Nußdorf - Zwei Frauen waren am Mittwoch mit ihren Hunden in einem Jagdrevier unterwegs. Die Hunde entdeckten einen jungen Rehbock, hetzten ihn und verletzten ihn schwer.

Am Mittwoch, 13.04.16, vormittags waren eine 57-jährige Traunsteinerin und ihre 72-jährige Freundin aus Seebruck mit drei Hunden neben der Kreisstraße zwischen Höpperding und Wang auf einer Wiese im Jagdrevier unterwegs.

Weil einer der Hunde nicht besonders leinenführig ist, ließen die beiden Frauen die Hunde frei laufen. Der Jagdpächter hatte die Frauen zwar schon früher darauf angesprochen, dass die Hunde im Revier nicht frei laufen sollten. Auf Zuruf folgten die Hunde aber bisher immer, so dass die zwei Frauen darin kein Problem sahen.

Am Waldrand wurden die Hunde auf einen jungen Rehbock aufmerksam und begannen das Tier zu hetzen. Die Hunde, darunter zwei sogenannte Vorstehhunde, rissen den Bock nieder und verletzten ihn so sehr, dass er schließlich durch eine Polizeibeamtin mit einem Schuss von seinen Leiden erlöst werden musste.

Gegen die beiden Frauen wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Bayer. Jagdgesetz ermittelt. Es besteht zwar grundsätzlich keine Leinenpflicht, muss jedoch gewährleistet sein, dass der Hund ausreichend beaufsichtigt wird.

Jäger und Polizei weisen daraufhin, dass jetzt wieder die Setzzeit kommt. Rehe legen in dieser Zeit ihre Kitze im hohen Gras ab, auch abseits vom Wald. Durch frei stöbernde Hunde kommt es dabei immer wieder zu grausligen Zwischenfällen. Im Zweifel sollten Hunde daher nicht frei laufen, sondern lieber mit einer langen Laufleine ausgeführt werden. Der Hund kann schließlich nichts für seinen Jagdtrieb.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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