Hinhören! Chiemgauer röhrt sich zur EM

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

St. Georgen - Als Deutscher Vizemeister im Hirschrufen darf Martin Mayer aus St. Georgen jetzt bei der Europameisterschaft antreten. Wir haben ihn bei seinen Vorbereitungen begleitet:

Seit 17 Jahren ist Martin Mayer aus St. Georgen bereits Jäger und betreibt seitdem auch das Hirschrufen. Doch trotz seiner langjährigen Erfahrung bei der Rufjagd war er bei seiner ersten Teilnahme an der "Deutschen Meisterschaft der Hirschrufer" ein klarer Außenseiter. "Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich Vizemeister werde", erklärt Mayer ganz bescheiden. Aber er ist es geworden, obwohl die meisten seiner Konkurrenten hauptberufliche Förster sind und er das Ganze nur neben seiner Tätigkeit als Versicherungskaufmann betreibt. Mit seinem neuen Titel darf der 34-Jährige am 22. Februar bei der Europameisterschaft in Salzburg antreten. "Mein Ziel ist es, unter die ersten Zehn zu kommen."

Auch wenn für viele Leute das Hirschrufen eher lustig anmuten mag, für Mayer hat das ganze einen sehr ernsten Hintergrund: "Die Rufjagd ist für mich kein Hobby, sondern Aufgabe und Pflicht gegenüber Wald, Wild und Mensch. Einerseits schaffen wir Lebensräume für die Tiere und andererseits produzieren wir ein sehr hochwertiges Lebensmittel, das Wildbret." Um das Bewusstsein für die Natur bereits bei der Jugend zu schärfen, veranstaltet der 34-Jährige an der Grundschule in St. Georgen jährlich einen "Wald- und Wildtag". Dabei bringt er den Kindern das Leben im Wald näher und schult sie in der Bestimmung von Tier- und Pflanzenarten.

Beim Hirschrufen im Wald hat Mayer aber auch schon das eine oder andere kuriose Erlebnis gehabt. In der Oberpfalz beispielsweise gelang ihm der Kampfruf so gut, dass ein Hirsch vorbeikam und sich mit ihm im Zweikampf messen wollte. "Ich hab dann auf meinem Hochsitz so lange gewartet, bis er wieder weg war. Anschließend bin ich ganz leise abgehauen." Und wer jetzt meint, er könnte mit einem solchen Plastikrohr auch ganz leicht einen Hirsch anlocken, dem sei gesagt: "Bei falscher Anwendung kann man die Gegend auch ganz schnell Rotwild-Frei machen."

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © ps

Zurück zur Übersicht: Region Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser