Grundlagen wurden erarbeitet

So soll Parken in Traunstein attraktiver werden

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Der Karl-Theodor-Parkplatz am Freitag Vormittag

Traunstein - Die Parkplatzsituation in Traunstein ist zeitweise nicht ganz zufriedenstellend: Die Straßen sind verstopft, Stellplätze sind nur schwer zu finden, die Parkzeit muss vorher festgelegt werden und ist meist begrenzt.

In den vergangenen Monaten ist dies nicht einfacher geworden, und eine Verbesserung ist, wenn man nichts tut, auch nicht zu erwarten. Aus diesem Grund hat der Traunsteiner Stadtrat im vergangenen Jahr beschlossen, eine Grundlagenuntersuchung für ein Verkehrs- und Parkraumkonzept in Auftrag zu geben, in der die Problematik untersucht wird und in der Handlungsempfehlungen gegeben werden.

Der Zeitpunkt für die Untersuchung hängt sowohl mit der Durchführung der Landesgartenschau zusammen als auch mit den Überlegungen im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts, kurz ISEK. Dort werden Entwicklungs- und Veränderungsmöglichkeiten in der Stadt mit Bürgern, Politikern und Experten diskutiert. Es wird geprüft, wie man in verschiedenen Bereichen die Stadt attraktiver und lebenswerter gestalten kann, auch im Bereich Verkehr. Die Ergebnisse des Parkraumkonzepts wurden dem Traunsteiner Stadtrat jetzt in den Sitzungen des Planungsausschusses und des Stadtrates sowie in einer Vertiefungsklausur zum Thema ISEK vorgestellt. Ein renommiertes Fachbüro für Verkehrsplanung, die Firma Transver aus München, hatte im November vergangenen Jahres eine Erhebung mit Ortsbegehungen, Zählungen und Befragungen durchgeführt. Die Qualität der Parkierungsanlagen im Innenstadtbereich wurde bewertet, der Parkdruck auf die Stellplätze wurde festgestellt und die Aussagen der Nutzer wurden protokolliert. 

Das Ergebnis war auf den ersten Blick nicht überraschend: Der Parkdruck ist sehr hoch. 

Durch die sehr detaillierte Erhebung mit Angaben zur Auslastung der Stellplatze an den jeweiligen Standorten zu unterschiedlichen Stunden am Tag sowie anhand der Aussagen der Nutzer konnte aber ein sehr differenziertes Gesamtbild gewonnen werden, das eine sehr genaue Einschätzung und Bewertung der Situation ermöglicht.

Kurz zusammengefasst kamen die Fachleute, auch in Abstimmung mit den Untersuchungen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts, zu der ganz klaren Empfehlung, das Parkplatzangebot möglichst am Karl-Theodor- Platz deutlich zu verstärken. Grundlage für diese eindeutige Empfehlung waren neben den Untersuchungen zur Auslastung der Parkplätze auch die Bewertung der Verkehrsanbindung möglicher neuer Parkierungseinrichtungen an anderen Standorten, deren Einbindung in das städtebauliche Umfeld, das zu erwartende zukünftige Verkehrsaufkommen in der Stadt sowie die Anforderungen seitens der Nutzer, der Geschäftswelt, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Um die realistischen Möglichkeiten einer Stellplatzerhöhung am Karl-Theodor- Platz bewerten zu können, hatte der Stadtrat, auch im Zusammenhang mit der Auslobung von Wettbewerben im Zusammenhang mit der Landesgartenschau, eingehende weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben. Bei einer Georadaruntersuchung wurde die Lage der Fundamente des ehemaligen Karl- Theodor-Sudhauses festgestellt, in einer Bodenuntersuchung  wurden die geologische Beschaffenheit des Untergrunds und der Stand des Grundwassers ermittelt. In Vorbemessungen eines erforderlichen Verbaus für die Herstellung einer Tiefgarage sowie zum Bau selbst wurden die Grundlagen für die Bewertung der Wirtschaftlichkeit erstellt.

Zusammenfassend kann man hier sagen, dass eine deutliche Erhöhung des Stellplatzangebots am Karl-Theodor-Platz von derzeit zirka 340 Stellplätzen durch den Bau einer zweigeschossigen Tiefgarage auf rund 600 Stellplätze sowohl baulich wie auch wirtschaftlich möglich ist. 

In weiteren Schritten sind nun unter anderem folgende Fragen zu beantworten: 

Wer baut die Tiefgarage (Stadt, Investor, Kooperation)? Wer betreibt die Tiefgarage? Und wer finanziert den Bau und den Unterhalt? Und natürlich: Wie kann die Tiefgarage optimal für die Nutzer gestaltet werden? Wie breit sollen die Stellplätze sein? Wie kann man eine helle und freundliche Umgebung schaffen und wie kann man mit modernen Bezahlsystemen zusätzlichen Komfort bieten? 

All diese Fragen sind nun schnell zu klären, um für die Bürgerinnen und Bürger und die Gäste der Stadt möglichst bald eine verbesserte Parkraumsituation anbieten zu können. Die Lösung dieses Themas muss dabei auch unabhängig von der Durchführung der Landesgartenschau betrachtet werden. Denn auch wenn keine Landesgartenschau käme, muss man die Parkierungssituation in Traunstein verbessern. Die ersten Grundlagen dafür liegen nun vor. 

Pressemitteilung Stadt Traunstein 

Quelle: chiemgau24.de

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