CSU-MdL über die gescheiterte Tourismus-Fusion

Steiner fordert: Rosenheim soll mit offenen Karten spielen

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Archivbild: Landrat Walch und MdL Steiner sind von der geplatzten Fusion enttäuscht 

Landkreis Traunstein - Die Fusion der Tourismusverbände Traunstein und Rosenheim ist gescheitert. CSU-Landtagsabgeordneter Steiner fordert nun die Benennung der "tatsächlichen Ablehnungsgründe" seitens der Rosenheimer. 

Im Landkreis Traunstein ist der Unmut nach geplatzten Fusion der Tourismusverbände groß. Von "Heiratsschwindel" war am Dienstag im Kreistag die Rede

Nun äußerte sich auch der Traunsteiner Landtagsabgeordnete Klaus Steiner und dieser zweifelt an der grundsätzlichen Bereitschaft Rosenheims, eine Fusion der beiden Tourismusverbände anzustreben. Bisher sei vom Rosenheimer Landrat Berthaler eine fehlende Einigung bei der Besetzung des Geschäftsführers als Grund für die Rosenheimer Ablehnung genannt worden. Jetzt werde der Landrat in der Presse zitiert: "Da spielten noch andere Dinge mit rein, über die ich jetzt nicht reden möchte", so Steiner in einer Pressemitteilung. Hier spielt Steiner auch auf einen Artikel von rosenheim24.de an, in dem Berthaler seinen Amtskollegen Walch Plauderei vornahm

Konkreter wurde nach Ansicht von Steiner der Bad Aiblinger Bürgermeister Schwaller, der darauf verwiesen habe, dass bei den Bürgermeistern im "touristisch gut aufgestellten Landkreis" die Akzeptanz für den neuen Verband zu bröckeln begonnen habe.

Der Ameranger Bürgermeister Voit habe sich dahingehend geäußert, dass es viele Bedenken gegeben habe,ob der Zusammenschluss tatsächlich so viele Vorteile bringe. „Mit diesen Äußerungen legen die Rosenheimer Bürgermeister die Fakten auf den Tisch und machen deutlich, dass es eine grundlegende Abneigung gegen die Fusion auf Rosenheimer Seite gibt“, so Steiner. Von vorne herein habe es dort offensichtlich eine große Skepsis gegeben, während die Traunsteiner Seite mit Landrat Walch von Anfang an wusste, was sie wollte.

Steiner verteidigt Walch

Damit tritt Steiner auch Äußerungen des Hotel- und Gaststättenverbandes entgegen, beide Landräte hätten sich zu wenig bewegt. Das treffe auf Landrat Walch mit Sicherheit nicht zu. "Die Traunsteiner Linie war immer klar, nämlich den Anforderungen einer modernen und zukunftsorientierten Tourismusstrategie in der Region Rechnung zu tragen und die Verbände am Chiemsee zu einer schlagkräftigen Einheit zu verbinden". Deswegen sei es absolut falsch, Landrat Walch jetzt mit in die Haftung für das Scheitern der Fusion zu nehmen.

"War die Fusion überhaupt gewollt"?

Der Traunsteiner Landtagsabgeordnete findet es auch nicht gut, dass viel Zeit und Energie in die Verhandlungen gesteckt wurde, aber von Rosenheimer Seite nicht frühzeitig klare Signale gegeben wurden, dass man letztlich einer Fusion nicht die oberste Priorität einräume. "War die Fusion von Rosenheim überhaupt gewollt?"

Landrat Walch, habe die absolute Notwendigkeit der Fusion erkannt und deswegen die Gespräche immer wieder in Gang gesetzt. Er, so Steiner, wolle nicht Öl ins Feuer gießen,aber es wäre jetzt an der Zeit, dass Rosenheim mit offenen Karten spiele und die tatsächlichen Ablehnungsgründe benenne. Das sei für den weiteren Umgang mit der jetzigen Situation und den weiteren Tourismusstrategien in der Region dringend notwendig.

Pressemitteilung MdL Klaus Steiner 

Quelle: chiemgau24.de

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