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So entwickeln sich die Flüchtlingszahlen im Landkreis

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Landkreis - Im Vergleich zu 2015 bleibt die Zahl der Flüchtlinge, die über die Grenze kommen niedrig - bei uns werden Asylbewerberunterkünfte aufgelöst. Die Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen wider.

Der aktuelle Stand im Vergleich zu den vergangenen Jahren.

Zwar liegt der Gesamtzahl der Asylsuchenden momentan höher als zum Jahreswechsel, doch in den vergangenen Monaten stagnieren die Zahlen: Zum 1. September hielten sich 1854 Asylbewerber im Landkreis Traunstein auf. Gut 100 mehr, als am 1. Januar - aber rund 100 weniger als noch am 1. Mai. Diese aktuell sinkende Entwicklung der Zahlen liegt auch daran, dass vor allem Syrern der Asylstatus zuerkannt wurde (siehe weiter unten).

Durch diese Entwicklung wird auch klar, dass zwei Marken wohl nicht mehr erreicht werden: Bei 2950 Asylbewerbern im Landkreis wollte Landrat Siegfried Walch die Suche nach neuen Flüchtlingsunterkünften einstellen. Davon ist man aktuell wieder relativ weit entfernt. Sicher ist wohl außerdem, dass die Prognose der Regierung von Oberbayern nicht zutreffen wird. Noch im vergangenen Jahr rechnete sie mit 5678 Asylbewerbern zum 31. Dezember 2016 im Landkreis Traunstein

So sind die Flüchtlinge verteilt

Das sind die Städte und Gemeinden im Landkreis mit den meisten Flüchtlingen.

Nach wie vor gibt es Gemeinden im Landkreis, denen keine Flüchtlinge zugewiesen wurden: Momentan sind das Schleching, Staudach-Egerndach und Kienberg. Spitzenreiter sind die größeren Städte und Gemeinden im Landkreis. Traunreut beherbergt 314 Flüchtlinge, Traunstein 265. Mit größerem Abstand folgen dann Trostberg, Grassau und Engelsberg. Abgesehen von den erwähnten "Nullnummern" haben Obing (6), Taching (5) und Surberg (3) am wenigsten Asylbewerber untergebracht. 

Vor allem in den beiden großen Flüchtlingsheimen in Traunreut und Traunstein wäre noch Platz. In die Unterkünfte am Traunreuter Volksfestplatz könnten noch etwa 100 Menschen einziehen. Außerdem steht die Asylbewerberunterkunft in Chieming kurz vor Fertigstellung. Auch dort könnten gut 90 Flüchtlinge leben.

Die Herkunftsländer

Mit 667 Personen stammen die meisten aus Afghanistan.

Der mit Abstand größte Teil der Flüchtlinge im Landkreis stammt aus Afghanistan (667). An zweiter Stelle folgen die Syrer: 244 Asylbewerber im Landkreis kommen von dort. Im Mai waren es noch 355 - ein Zeichen dafür, dass viele der Syrer inzwischen anerkannt wurden. Auf Platz 3 folgt Nigeria (188). Auch aus Pakistan, Irak, Eritrea und dem Senegal sind jeweils deutlich über 50 Menschen im Landkreis. Bei mindestens 28 Personen sei die Herkunft ungeklärt, so das Landratsamt. Nach wie vor sind auch Flüchtlinge im Landkreis, deren Herkunftsland überrascht: Ein Chinese, ein Georgier, ein Ukrainer oder vier Brasilianer und Inder.

Das Geschlechterverhältnis hat sich in den vergangenen Monaten etwas angepasst.

Die deutliche Mehrheit all dieser Menschen ist mit 82 Prozent männlich. Noch im Mai war die "männliche Mehrheit" aber noch deutlicher, damals waren es 89 Prozent. Von den insgesamt 1854 Flüchtlingen sind 125 unbegleitete Minderjährige. Der Großteil aller Asylbewerber wohnt in dezentralen Unterkünften (1028), doch der Anteil derer, die in größeren Gemeinschaftsunterkünften wohnt, steigt - aktuell 701 im Vergleich zu 418 im Mai. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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