Aktuelle Entwicklung in Traunstein und dem BGL

DAK veröffentlicht ihre "Komasaufzahlen"

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Landkreis - Die neuen Zahlen zu Kindern und Jugendlichen mit Alkoholvergiftungen liegen vor - von der DAK selbst als "Komasaufzahlen" bezeichnet: In beiden Landkreisen gibt es eine fallende Tendenz, wenn auch auf hohem Niveau.

Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist im Landkreis Traunstein und dem Berchtesgadener Land weiter zurückgegangen. Nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit landeten im Jahr 2014 61 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus, im Berchtesgadener Land waren es 31. Die überwiegende Zahl davon waren jeweils Buben: 43 im Landkreis Traunstein, 24 im Berchtesgadener Land - Mädchen waren seltener betroffen, 18 bzw. sieben Mal.

Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2013 um 3,2 Prozent im Landkreis Traunstein und um 205, Prozent im Landkreis Berchtesgadener Land. Dennoch bleibt das Rauschtrinken unter Schülern ein Problem. In der Langzeitbetrachtung gab es seit 2001 eine Zunahme um 47,6 Prozent im Berchtesgadener Land und um ganze 238,9 Prozent im Nachbarlandkreis.

Kampagne "Kunst gegen Komasaufen"

„Nach wie vor gehört für viele Jugendliche der Alkohol zum Feiern und Spaß haben dazu“, sagt Michael Schneider, von der DAK-Gesundheit in Traunstein. „Daher bleibt für uns die weitere Alkoholprävention unverzichtbar, damit sich die positive Entwicklung beim Rauschtrinken in den kommenden Jahren fortsetzt.“

Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch 2016 die erfolgreiche Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ im Landkreis fort. Beim bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen 12 und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen in der Region wurden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 72.500 junge Künstler teil. Landesschirmherrin von „bunt statt blau“ ist Gesundheitsministerin Melanie Huml. Weitere Informationen über die Aktion gibt es im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

xe/Pressemitteilung DAK

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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