Klimasystem im Neubau untersucht

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Die Schülerinnen der "Jugend forscht"-Gruppe: Teresa Meisenzahl, Sandra Weidenspointner, Julia Geiser, Johanna Purzeller und Anna-Lena Rehrl (von links) mit Betreuer Dr. Hans-Joachim Jähne vor der Thermosolaranlage auf dem Dach.

Traunstein - Schülerinnen des Annette-Kolb-Gymnasiums in Traunstein untersuchten für „Jugend forscht“ das Klimasystem ihrer Schule.

Im Anschluss an die Traunsteiner Energietage wurde im Annette-Kolb-Gymnasium (AKG) am Beispiel des hochinnovativen Heizungs-und Klimasystems des Schul-Neubaues über Solarenergie, Geothermie, Energiespeicherung, Wärmerückkopplung und Wärmerückführung berichtet. Wichtige Teilaspekte waren die Erhöhung des Wirkungsgrades der gesamten Anlage und die Umweltentlastung.

Seit dem Einzug der Schule in den Neubau Mitte September haben fünf engagierte Schülerinnen der Klasse 10c das moderne Heizungs- und Klimasystem der Schule theoretisch und praktisch untersucht. Teresa Meisenzahl, Anna-Lena Rehrl, Johanna Purzeller, Sandra Weidenspointner und Julia Geiser haben im Rahmen des Projektes "Jugend forscht" umfangreiche Berechnungen und Messungen vorgenommen. Das Ergebnis ihrer Aktivitäten ist hoch belohnt worden: Sie durften ihre Arbeit persönlich vor der Jury mit mehreren Vorträgen und einem Ausstellungsstand präsentieren (nur zwölf Prozent aller eingereichten Arbeiten wurden zur persönlichen Präsentation zugelassen) und wurden für ihre hervorragende Präsentation mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Über diese Gesamtaktivitäten wurde an diesem Abend persönlich durch die Schülerinnen berichtet. Zu Beginn konnte die Thermosolaranlage auf dem Dach des Schulneubaues zu besichtigt werden.

In der folgenden Präsentation des Gesamtkonzeptes wurden alle Komponenten im Einzelnen und die Funktionsweise des Systems erläutert, ergänzt durch die Vergleichsrechnung mit einer Ölheizung, sowie Berechnungen zur Umweltentlastung und weitere Energieeinsparpotentiale.

Die wichtigsten Ergebnisse sind: Die Amortisationszeit des Gesamtsystems für die regenerativen Energiequellen liegt bei etwa elf Jahren, was ein sehr guter Wert ist. Im Zeitraum September 2008 bis April 2009 hätte die Schule etwas über 52 Tonnen CO2 produziert, wäre sie nur mit Öl beheizt worden. Durch die Verwendung der regenerativen Energiequellen und der Wärmerückkopplung sowie der Speicherabrufe konnte der Ausstoß um fast zwei Drittel auf nur 19 Tonnen CO2 gesenkt werden. Wenn man bedenkt, dass das System erst im Herbst in Betrieb gehen konnte, ohne dass bisher Wärme gespeichert wurde, ist für das laufende Jahr noch mit einer deutlichen Verbesserung dieser Werte zu rechnen.

Abschluss des Abends war eine Besichtigung der Heizungszentrale im Keller der Schule. Die meisten Fragen drehten sich um den so genannten Erdkollektor für Energiespeicherung und Geothermie. Dieser Erdkollektor ist ein Erdaushub von drei Meter unter der Kellerdecke, reicht also etwa sechs Meter unter die Oberfläche. Er enthält insgesamt 27 Kilometer Kunststoffrohre, die in sechs Ebenen mäanderförmig übereinander angeordnet und mit Wasser gefüllt sind. Dieses Wasser ist Teil des Gesamtkreislaufes.

Oberstudiendirektorin Maria Scharbert drückte ihre Freude aus über die Aktivitäten der Schülerinnen und die sehr gute Präsentation der von Dr. Hans-Joachim Jähne betreuten Gruppe aus.

Quelle: chiemgau24.de

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