Kernenergie ist Energie, die sehr spaltet

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Traunstein - Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurden den Schülern des Chiemgau-Gymnasiums die Vor- und Nachteile der Kernenergie nähergebracht.

Wie lösen wir die Probleme, die mit dem wachsenden Energiebedarf unserer Gesellschaft entstehen? Welches sind die Energiequellen der Zukunft? Wie reagieren wir auf die Atomreaktorkatastrophe in Japan? Und wie können die Landkreise selbst dazu beitragen, dass die Vision einer nachhaltigen Energieversorgung nach und nach zur Realität wird? Dies sind einige der Fragen, mit denen sich die Veranstaltung „Regenerative Energie und Kernenergie – zwei Standpunkte“ am Chiemgau-Gymnasium Traunstein beschäftigte. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Dr. Birgit Seeholzer, der Energiebeauftragten des Landratsamtes Traunstein, und Herbert Liebhaber, dem Referenten für Öffentlichkeitsarbeit von EON, sollten Schüler des Chiemgau-Gymnasiums am Mittwoch, 8. Juni, die Möglichkeit bekommen, über die beiden Positionen pro und contra Atomkraft aufgeklärt zu werden und Fragen zu stellen. Die Veranstaltung moderierte der Biologie- und Chemie-Lehrer Uwe Söllmann. Zunächst stellte Herbert Liebhaber die Tätigkeitsbereiche des Energiekonzerns EON im Bereich der erneuerbaren Energien vor. Er thematisierte auch die Verteilung des Strombedarfs der Bundesrepublik Deutschland auf verschiedene Energiequellen, abhängig von der Tages- und Jahreszeit.

Im Anschluss präsentierte Dr. Birgit Seeholzer die derzeitige Situation der Energieversorgung im Landkreis Traunstein und die ehrgeizigen Pläne, bis 2020 die Gesamtmenge der verbrauchten Energie aus rein regenerativen Quellen zu schöpfen. Der bundesweite Plan strebt einen Wert von 80% bis 2050 an. Viele der Schüler, die die neue Aula der Schule füllten, waren etwas enttäuscht davon, dass keiner der beiden Vortragenden klar Stellung zum Thema Atomkraft – ja oder nein bezog. Liebhaber trat z.B. – anders als erwartet – nicht als Fürsprecher für Atomkraft auf, sondern stellte jene mehr als vorerst unentbehrliches „Problemkind“ dar. So lautete ein eher unbeabsichtigtes Wortspiel: „Kernenergie war schon immer Energie, die sehr gespalten hat.“

Pressemitteilung Chiemgau-Gymnasium Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Region Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser