Handgenähte Federmäppchen als Geschäftsidee

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Die Geschäftsidee ihres Schülerunternehmens erläuterten Vorstandsvorsitzende Andreas Dewies (links) und Marketingleiter Philipp Waldner dem Traunsteiner Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der auch einen Anteilsschein am Unternehmen erwarb.

Traunstein - Jugendliche mit einem eigenen Unternehmen sind hierzulande eher die Ausnahme. Am Chiemgau-Gymnasium in Traunstein haben jetzt Schülerinnen und Schüler der elften Klasse im Rahmen eines deutschlandweiten Projekts eine Geschäftsidee entwickelt und ein Juniorunternehmen gegründet.

Unterstützung erhalten sie dabei von Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der bei einem Treffen im Rathaus einen Anteilsschein erworben hat. Am Chiemgau-Gymnasium gibt es bereits zum fünften Mal ein Juniorunternehmen. Wie in einem richtigen Unternehmen übernehmen die Schüler Verantwortung in verschiedenen Aufgabenbereichen, etwa in der Finanzabteilung, im Marketing und im Vorstand oder sie arbeiten in der Fertigung. „Also alles wie in echt – nur viel kleiner“, so die Betreuungslehrerin Aurelie Grutsch.

Im Rahmen eines Schulprojekts am Chiemgau-Gymnasium in Traunstein haben Schüler der elften Klasse ein eigenes Unternehmen gegründet. Einen Anteilsschein erwarb Oberbürgermeister Manfred Kösterke vom Vorstandsvorsitzenden Andreas Dewies (rechts) und Marketingleiter Philipp Waldner.

Die Geschäftsidee des Schülerunternehmens erläuterten Vorstandsvorsitzender Alexander Dewies und Marketingleiter Philipp Waldner: Aus alten Jeans nähen die Jugendlichen Federmäppchen, jedes davon ein Unikat, die zum Stückpreis von 7 Euro an der Schule und über den Einzelhandel verkauft werden. Durch unterschiedlichen Jeans-Stoffe und die Anordnung der Hosentaschen ist kein Federmäppchen wie das andere. 45 Minuten dauert das Ausschneiden und Nähen der Stoffstücke.

Organisiert wird das Projekt vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Die Schüler sollen möglichst eigenständig ein Unternehmen gründen. Sie müssen sich eine Geschäftsidee überlegen, von der sie glauben, dass sie erfolgreich ist. Mit ihrer Idee melden sich die Schüler an und erhalten 90 Anteilscheine, die sie zu je 10 Euro verkaufen können. Damit stehen den Schülern ein Startguthaben in Höhe von 900 Euro zur Verfügung – die jedoch schnell weniger werden, denn es müssen Löhne ausbezahlt werden, dazu kommen noch Sozialabgaben und Steuern, die monatlich verrechnet und nach Köln überwiesen werden müssen.

Offiziell gegründet wird das Schülerunternehmen auf der Hauptversammlung mit allen interessierten Anteilseignern. Nach einem Schuljahr löst sich das Unternehmen wieder auf und der Gewinn wird an die Anteilseigner ausgeschüttet oder gespendet. Die Gründungshauptversammlung findet am Montag, 19. Januar, um 18.30 Uhr im Brauerei-Ausschank „Schnitzlbaumer“ statt.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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