Endlich schnelles Internet für Kammer

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Traunstein - Oberbürgermeister Manfred Kösterke unterzeichnete den Vertrag für den Ausbau der Internet-Versorgung in Kammer. Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s werden möglich sein.

Die Verträge für den Ausbau der Internet-Versorgung in Kammer durch den Anschluss an eine Glasfaserleitung sind unter Dach und Fach. Die neue Technik wird, wenn alles nach Plan läuft, voraussichtlich ab Mitte nächsten Jahres funktionieren und soll Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s ermöglichen – das entspricht dem 250-fachen der bisherigen Bandbreite. Die Grundlagen für den Ausbau der Breitbandversorgung legten Oberbürgermeister Manfred Kösterke und der Geschäftsführer des Münchner Unternehmens ip-fabric, Martin Born, diese Woche mit der Vertragsunterzeichnung im Traunsteiner Rathaus. Unter der Marke „Chiemgau DSL“ wird das schnelle Internet sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden angeboten. Zur Wahl stehen verschiedene Flatrate-Tarife ab einer monatlichen Grundgebühr von 29,95 Euro. Auf Wunsch erhalten die Kunden zu ihrem DSL-Anschluss auch einen Telefonanschluss mit der Möglichkeit, kostenlos die bisherigen Rufnummern mitzunehmen. Verfügbar ist das Angebot in den Ortsteilen Rettenbach, Kammer, Alterfing, Reichsberg, Neuhausen, Gerating, Kronacker und Siegelberg.

In den Ausbau der Internet-Versorgung investiert die Stadt Traunstein rund 130.000 Euro. 70 Prozent der Kosten werden von der Staatsregierung im Rahmen der „Breitbandinitiative Bayern“ gefördert. Nach den Worten des Oberbürgermeisters handelt es sich beim Ausbau der Breitbandversorgung um eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Stadtteils Kammer. In einer Umfrage hatten 312 der 352 Haushalte beklagt, dass sie derzeit maximal mit ISDN-Geschwindigkeit und damit auf dem technischen Stand wie vor 20 Jahren im Internet surfen. Für Kösterke steht die Verbesserung der Internetversorgung seit seinem Amtsantritt ganz oben auf der Prioritätenliste: „Nicht nur für das private Surfen, sondern auch für Beruf und Schule ist eine leistungsstarke Internet-Verbindung unbedingt notwendig“, machte der Oberbürgermeister deutlich. Vor allem bedeute der Anschluss an das Breitbandnetz auch einen Standortvorteil für die in Kammer ansässigen Betriebe und Unternehmen, die zur Kommunikation mit den Kunden auf eine schnelle Datenübertragung angewiesen sind. Von den Vorteilen des schnellen Internets zeigte sich auch der Traunsteiner Stadtrat überzeugt und stimmte im Juli einstimmig für das Vorhaben.

Für den Anschluss von Kammer an das Breitbandnetz hatte die Stadtverwaltung im Vorfeld verschiedene Varianten überprüfen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass durch Rettenbach eine Glasfaserleitung verläuft, die eine optimale Internet-Versorgung der umliegenden Gebiete ermöglichen würde. Ein Konzept für die technische Umsetzung erstellte das Münchner Unternehmen ip-fabric, dem Nutzungsrechte an der Leitung gehören. Geschäftsführer Martin Born kündigte nach der Vertragsunterzeichnung im Rathaus an, umgehend mit der Umsetzung zu beginnen. „Wir haben bereits eine Internetseite frei geschalten, auf der jeder Einwohner von Kammer unverbindlich anfragen kann, welche Bandbreite an seinem Anschluss möglich ist.“ Zum Zeitplan sagte Born, dass sein Unternehmen im Frühjahr die Verbindung zum öffentlichen Telefonnetz herstellen und die Verteilerkästen mit der nötigen Technik aufrüsten werde. Nach einer Testphase steht die neue Technik dann vorausichtlich ab Juni den Internet-Nutzern in Kammer zur Verfügung. Informationen finden die Bürger bereits jetzt unter www.chiemgau-dsl.info – oder sie besuchen am 22. November die Bürgerversammlung im Gasthaus „Jobst“, in der das Internet-Konzept für Kammer ausführlich vorgestellt wird.

Pressemitteilung der Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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